Tutorial
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Mit zehn Prinzipien Vertrauen entwickeln

Vertrauen ist ein Zusammenspiel aus nicht weniger als zehn psychologischen Mechanismen. Um in Organisationen eine Vertrauenskultur aufzubauen, gilt es, diese Vertrauensprinzipien zu (er-)kennen und zu stärken.

Achse des Wollens: „Ich will, was du erwartest.“

  • Benevolenz – Wir achten aufeinander. Benevolenz ist ein aufrichtiges Interesse am Wohlbefinden des Gegenübers. Wenn wir einander wichtig sind, können wir uns leichter vertrauen. In Organisationen wächst Vertrauen, wenn Führungskräfte zeigen, dass es ihnen wichtig ist, dass es ihren Mitarbeitenden gut geht – und wenn Mitarbeitende gegenseitig auf ihre Bedürfnisse achten. Zur Stärkung des Prinzips helfen Gesprächsformate, in denen individuelle Bedürfnisse/Interessen thematisiert werden.
  • Integrität – Wir sagen, was ist. Integrität beschreibt die Übereinstimmung von Worten, Einstellungen und Taten. In Organisationen wird Integrität z.B. dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sich Führungskräfte wie Mitarbeitende an – explizite wie implizite – Vereinbarungen halten. Zur Stärkung des Integritäts-Prinzips helfen Teamreflexionen zur Klärung gegenseitiger Erwartungen.
  • Interessen – Wir sitzen im selben Boot. Sitzen die Akteure sprichwörtlich im selben Boot, sodass sie entweder gemeinsam gewinnen oder gemeinsam verlieren, können sie sich leichter vertrauen. In Organisationen zeigt sich diese vertrauensbegründende Haltung, wenn keine Interessenkonflikte zwischen einzelnen Personen oder Abteilungen wahrgenommen werden, weil sich alle am übergeordneten Ziel des Unternehmens orientieren.
  • Reziprozität – Wir vertrauen uns gegenseitig. Menschen belohnen das ihnen entgegengebrachte Vertrauen in der Regel dadurch, dass sie Vertrauen zurückgeben. Für Führungskräfte bedeutet dies: Sie machen den Anfang. Sie gewinnen das Vertrauen ihrer Mitarbeitenden, indem sie diesen selbst Vertrauen schenken. Ein guter Start sind Vertrauensbeweise, die leicht umzusetzen und wenig riskant sind, z.B.: Die Mitarbeitenden dürfen selbst entscheiden, wann, wo und wie sie ihre Arbeit erbringen.
  • Karma – Vertrauens(un)würdigkeit hat Konsequenzen. So wie im Buddhismus und Hinduismus jedes Verhalten aufs Karma einzahlt, gilt auch in puncto Vertrauen: Vertrauenswürdigkeit muss sich lohnen. Oder umgekehrt: Vertrauensbrüche brauchen Konsequenzen. Vertrauensbrüche von Mitarbeitenden und Führungskräften sollten daher intern sichtbar gemacht werden und für die Akteure negative Auswirkungen haben. Zur Stärkung des Prinzips können besonders wichtige Absprachen in der Organisation veröffentlicht werden.

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