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Trotz Baby an Bord bleiben

Stay on Board heißt eine neue Initiative, zu der sich mehrere Topführungskräfte der deutschen Wirtschaft zusammengeschlossen haben. Der Name ist Programm. Denn der Initiative geht es darum, beim Gesetzgeber zu erreichen, dass Vorstände von Aktiengesellschaften bei längerer Abwesenheit – sei es durch Mutterschutz, Elternzeit, Krankheit oder die Pflege von Angehörigen – nicht mehr dazu gezwungen sind, ihr Mandat niederzulegen. Sie sollen es vielmehr ruhen lassen können. Derzeit stehen Vorständen qua Gesetz weder Mutterschutz noch Elternzeit zu, und sie müssen ihr Amt bei längerfristiger Abwesenheit aufgeben. Jüngst traf die Regelung Delia Lachance: Die Vorständin des Unternehmens Westwing musste im Frühjahr 2020 aufgrund ihrer Babypause ihren Posten niederlegen. Hätte sie dies nicht getan, wären ihre Überwachungspflichten trotz Abwesenheit bestehen geblieben – ein Risiko, das nicht tragbar ist, weil damit unter Umständen empfindliche Haftungsrisiken drohen. Die Comdirect-Bank-Aufsichtsrätin Verena Pausder empörte der Zwangsrückzug so sehr, dass sie mit einigen Mitstreitenden Stay on Board gründete. Mittlerweile gibt es weitere prominente Unterstützer. So etwa Ex-Daimler-Vorstand Dieter Zetsche, den ehemaligen Telekom-Personalchef und heutigen FDP-Politiker Thomas Sattelberger – und auch Delia Lachance.

Link: https://stayonboard.org

Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 270, September 2020
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