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Trainerkooperationen

Netzwerkfähig?

Der Bauchladenanbieter ist out, der Spezialist gefragt: Damit Trainer den Unternehmen dennoch Komplettlösungen anbieten können, schließen sie sich zu Netzwerken zusammen. Wie aber findet man als Trainer die richtigen Partner? Wie macht man auf sich selbst aufmerksam? Und was muss man beim Aufbau und bei der Pflege eines Netzwerkes beachten? managerSeminare geht den Fragen auf den Grund.
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Der Bauchladenanbieter ist out, der Spezialist gefragt: Damit Trainer den Unternehmen dennoch Komplettlösungen anbieten können, schließen sie sich zu Netzwerken zusammen.

Hans Eicher, Personalentwickler bei Porsche Austria, sieht für die Unternehmen eindeutige Vorteile in der Zusammenarbeit mit Trainernetzwerken: 'Die Unternehmen haben einen Ansprechpartner, eine gemeinsam vertretene Philosophie und können gleichzeitig auf unterschiedlich spezialisierte Leistungen zugreifen.'

Rund-um-Sorglos – das ist der Vorteil, den Netzwerke Unternehmen bieten können. Doch nicht alle Unternehmen scheinen diesen Pluspunkt auf Anhieb erkennen zu können. So passiert es Trainern immer wieder, dass sie gebeten werden, den Auftrag persönlich anzunehmen. Uwe Ottmar Grote, Inititator des Netzwerkes ProFiTrain: 'Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sagen immer wieder: Wir hätten so gerne Sie dabei.' Für den Vertriebstrainer aus Usingen im Taunus steht das allerdings nicht zur Diskussion. Grote: 'Man muss ein Netzwerk den Kunden auch richtig verkaufen können.'

Doch nicht nur für die Unternehmen, auch für die Trainer selbst, bietet das Arbeiten im Netzwerk viele Pluspunkte. 'Das Insel-Dasein des Trainers hört auf, er hat Kollegen, mit denen er sich austauschen kann, er erweitert seinen Blick, kann Problemstellungen ganzheitlicher betrachten, muss nicht jedem Trend aufsitzen', benennt Heiko Kroy aus München die Vorteile, die sich für ihn durch die Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Netzwerk Kairos ergeben.

Wie aber kommt ein Trainer nun eigentlich in ein Netzwerk? Ganz einfach. Die Gelegenheit zum Kennenlernen ergibt sich nahezu überall - auf Kongressen, Messen und Seminaren beispielsweise. Sei es ein interessanter Wortbeitrag, ein Vortrag, ein Gespräch in der Kaffeepause - wer interessant erscheint, wird angesprochen, mit Infomaterial versorgt und zu einem weiterführenden Gespräch eingeladen.

'Netzwerke sind lediglich Optionen auf Kooperationen', erläutert Barbara Heitger von der Beratergruppe Neuwaldegg. Beziehungen zu Kollegen zu pflegen, um in zwei Wochen einen Auftrag zu bekommen, das funktioniere nicht. 'Die Netzwerkidee ist eine langfristige, langsam wirkende Investition', so Heitger weiter. 'Sie ist von etwas wie einem absichtslosen Engagement getragen. Man kann nicht sagen, ich mache ein Netzwerk, damit.'

Extras:
  • Übersicht: Die Vorteile von Netzwerken für Trainer.
  • Checkliste: Sind Sie netzwerkfähig?
  • Info-Kasten: Die wichtigsten Regeln beim Networking.
  • Übersicht: Vier Netzwerke für Trainer im Vergleich. Mit Kontaktadressen.
Autor(en): Nicole Bußmann, Ulrike Bergmann
Quelle: managerSeminare 41, März 2000, Seite 78-86
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