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Top-Management-Nachwuchs

Selbstdarsteller oder echte Idealisten?

Die Zukunft könnte großartig werden. Zumindest, wenn man das Global Perspectives Barometer 2014 beim Wort nimmt. Demnach müssten in den kommenden Jahren junge Manager auf die Führungsposten dieser Welt strömen, die ganz anders ticken als ihre Vorgänger: egalitär, altruistisch und idealistisch. So jedenfalls sehen sich die 876 Studenten aus dem internationalen Netzwerk des St. Gallen Symposiums selbst, die der GfK Verein kürzlich im Rahmen einer Erhebung zu ihrem Selbstverständnis befragt hat. Die Sicht der Studenten auf die aktuelle Managerriege ist dagegen viel negativer. Diese sei zwar hart arbeitend, aber auch ichbezogen, materialistisch und statusorientiert, finden die angehenden Jungmanager. 'Die mit großer Vehemenz in den offenen Antwortfeldern geäußerte Kritik an den 'Leaders of Today' lässt darauf schließen, dass es dem Managementnachwuchs ernst ist um seine Ideale', urteilt Andreas Neus, Leiter der Universitätskooperationen beim GfK Verein. Er glaubt überdies, dass es dem heutigen Nachwuchs leichter als früheren Generationen fallen wird, seine Ideale ins Arbeitsleben hinüberzuretten. 'Mit dem Internet haben junge Menschen erstmals Möglichkeiten, sich über Unternehmensgrenzen hinweg zu informieren, zu publizieren und zu koordinieren. Daher können sie in den Unternehmen Veränderungen auch gegen den Willen der etablierten Führungskräfte anstoßen', so Neus. Zu denken gibt indes ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Die Jungakademiker grenzen sich nicht nur gegenüber den Managern von heute deutlich ab. Sie halten auch andere Angehörige ihrer eigenen Generation für ichbezogener, materialistischer und weniger vertrauenswürdig als sich selbst. Zum einen wird bei diesen Antworten soziale Erwünschtheit eine Rolle spielen. Zum anderen könnten sie ein Resultat unserer Zeit sein, in der Jugendliche nicht zuletzt durch ihre Sozialisation in den Social Media lernen, ihre eigene Einzigartigkeit herauszustellen, vermuten die Autoren der Studie.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 196, Juli 2014
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