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Beitrag aus managerSeminare 336, März 2026
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 336
Testgelesen von Michael Berger
Die Alliteration im Buchtitel steht für die Intention der Schrift: Rhetorik, und im weiteren Sinne Kommunikation, soll durch die Nutzung von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) unterstützt werden. Im ersten Teil wird der Hintergrund beleuchtet, nämlich die Funktion von Rhetorik. Der zweite Teil befasst sich mit der praktischen Anwendung von KI-Tools (z.B. ChatGPT) im Bereich Rhetorik und Kommunikation. Die Betrachtung von KI als Werkzeug und dessen Vor- und Nachteile bildet dabei den roten Faden des Buches. Die Anwendung von „Prompts“ sind das zentrale Element des Buches: Anweisungen an die KI, wie die Nutzung erfolgen soll. Die Unterstützung durch KI für „Soft Skill“-Themen (Verhandlungen, Konflikte, Führung, Coaching, Training, Change Management) wird vor allem durch altbekannte methodisch-technische Instrumente gesucht, die in erster Linie für sachliche Problemlösungen angewendet werden – um damit kommunikative und Beziehungsaspekte zu behandeln. Sogar eine „systemische“ Perspektive wird erwähnt, die jedoch – aus meiner Sicht – mit den vorgeschlagenen Tools nur deutlich unterkomplex behandelt werden kann.
| Informationsdichte | Die Informationen sind angemessen, auftretende Wiederholungen sind inhaltlich sinnvoll. Allerdings werden die Vorteile bzw. der Nutzen von KI-Tools deutlich umfangreicher dargestellt als die Nachteile, obwohl immer wieder Hinweise auf Risiken eingeflochten werden. Diese werden zwar kurz erwähnt, bleiben aber insgesamt marginal. Zusätzliche Inhalte können über einen QR-Code abgerufen werden. Punkte: 3 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Buch erzeugt Aufmerksamkeit durch fette, rote Lettern. Tabellen und Grafiken werden auf standardmäßige Weise funktional eingesetzt. Der Text ist auch ohne diese Hilfsmittel grundsätzlich verständlich, sie unterstützen die Erläuterungen lediglich noch einmal visuell bzw. listen Inhalte auf. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Der Leser wird leicht und verständlich durch das Buch geführt. Die Gliederung ist nachvollziehbar und erleichtert das Verständnis. Grundsätzlich können auch einzelne Kapitel gelesen werden, da in ihnen sowohl das methodische Vorgehen erläutert als auch auf Vor- und Nachteile hingewiesen wird. Ein Querlesen ist zwar möglich, bietet dann jedoch keine Übersicht über das gesamte Thema, sondern lediglich einen punktuellen Einblick. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Das Buch ist gut verständlich. Die Sprache besteht aus einer Mischung aus wissenschaftlich orientierten Formulierungen, praktischen Beschreibungen und kundenbezogener Ansprache. Es werden viele Beispiele aufgeführt, die die praktische Anwendung erläutern. Die verwendeten Fachbegriffe sollten der Zielgruppe bekannt sein. Ein Glossar ist nicht vorhanden, was allerdings auch nicht notwendig erscheint. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Die Autorin wendet sich mit ihrem Buch an eine umfangreiche Zielgruppe: Führungskräfte, Fachleute und Mitarbeitende. Das Buch ist so gestaltet, dass es jeder lesen kann, der sich angesprochen fühlt. |
| Relevanz | Anita Hermann-Ruess greift mit ihrem Buch ein hochaktuelles und zunehmend relevantes Thema auf. In einer Zeit, in der die Anforderungen an Kommunikation stetig wachsen und sich durch Digitalisierung sowie neue Arbeitsformen spürbar verändern, bietet sie eine leicht verständliche Einführung in die Möglichkeiten der Kommunikation mit Unterstützung durch Künstliche Intelligenz. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Fadja Ehlail
„Sag es achtsam“ ist als kompakte, praxisorientierte Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) konzipiert und verbindet deren Grundprinzipien mit Elementen aus Achtsamkeit und Resilienz. Ziel des Buches ist es, ein verständnisvolles und konstruktives Miteinander zu fördern, in dem Leserinnen und Leser lernen, sich klar und authentisch auszudrücken und zugleich empathisch wahrzunehmen, was beim Gegenüber vorgeht. Zentral ist das Vier-Schritte-Modell der GFK (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte), das konsequent durch das Buch führt. Dieses Modell wird anhand von Schaubildern, farblichen Hervorhebungen und kurzen Alltagsszenen erläutert. Typisch sind Beispiele aus Beruf, Familie und Partnerschaft, etwa konflikthafte Gesprächssituationen, die schrittweise in eine wertschätzende, nicht eskalierende Sprache übersetzt werden. Ergänzend finden sich Infokästen zur Wissensvertiefung sowie einfache Übungen zur Selbstreflexion und zum Transfer in den eigenen Alltag. Beispielhaft greift das Buch weitere bekannte Konzepte auf, etwa das Drama-Dreieck, um die praktische Anwendung der GFK zu unterstützen. Inhaltlich bleibt das Buch bewusst niedrigschwellig. Es verfolgt keinen theoretisch-vertiefenden Anspruch, sondern versteht sich als Einstieg und Orientierungshilfe für Leserinnen und Leser, die erstmals mit GFK in Berührung kommen oder ihre Grundlagen auffrischen möchten.
| Informationsdichte | Die Inhalte sind kompakt, klar aufbereitet und gut gewichtet. Zentrale Konzepte werden verständlich vermittelt, ohne zu überfrachten. Die Lesenden erhalten ein gutes Grundverständnis von Gewaltfreier Kommunikation (GFK) in Verbindung mit Elementen aus Achtsamkeit und Resilienz. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Das Buch ist klar und praxisnah gestaltet. Hervorhebungen und strukturierte Unterkapitel erleichtern die Orientierung. Schaubilder, Tabellen und Infokästen unterstützen das Verständnis deutlich und erleichtern den Zugang zu den Inhalten. Punkte: 4 von 4 |
| Gliederung | Der Aufbau des Buches ist logisch, übersichtlich und gut nachvollziehbar. Die Kapitel sind klar strukturiert und sinnvoll aufeinander abgestimmt. Ein Querlesen einzelner Kapitel ist problemlos möglich. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Das Buch ist in einer unterhaltsamen und leicht verständlichen Sprache verfasst. Es ist auch ohne Vorkenntnisse leicht zugänglich und flüssig zu lesen. Fachbegriffe kommen kaum vor und werden, wenn doch, erläutert. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | „Sag es achtsam“ eignet sich für Einsteigerinnen und Einsteiger in die GFK – besonders für Leserinnen und Leser, die eine strukturierte und praxisnahe Einführung suchen. Fortgeschrittenen bietet das Buch eher eine Zusammenfassung als neue Impulse. |
| Relevanz | Das Thema des Buches ist aktuell und praxisrelevant. In einer zunehmend polarisierten und beschleunigten Gesellschaft kann GFK dabei helfen, Konflikte respektvoll zu klären, Beziehungen zu stärken und konstruktive Lösungen in Alltag, Arbeitswelt und Öffentlichkeit zu fördern. Punkte: 4 von 4 |
Testgelesen von Susanne Goerke
Mit seinem Buch „Beim nächsten Gespräch läuft alles besser“ möchte Jefferson Fisher Menschen dabei unterstützen, Situationen zu meistern, in denen Gespräche leicht in Konflikte münden. Er versteht sein Werk als praxisnahe Orientierung für berufliche und private Kontexte. Die ersten drei Kapitel führen in das Thema ein und legen die Grundlage. Hier wird im Wesentlichen beschrieben, wie wichtig es ist, sich vorab das Ziel eines Gesprächs bewusst zu machen, dass persönliche Werte eine Rolle spielen, und dass die Verbindung zwischen zwei Menschen meist wichtiger ist als die Sache, um die es geht. Im anschließenden Hauptteil mit den Kapiteln vier bis zwölf beschreibt Fisher den Kern seines Ansatzes anhand der drei Regeln „Sag es kontrolliert“, „Sag es mit Selbstvertrauen“ und „Sag es, um zu verbinden“. Anhand konkreter, alltagsnaher Beispiele erläutert er den Leserinnen und Lesern, wie sich diese Regeln umsetzen lassen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei zentrale Aspekte: der bewusste Umgang mit den eigenen Emotionen, ein selbstbewusstes Eintreten für die eigenen Anliegen und eine Haltung, die auf Miteinander statt Gegeneinander setzt.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte des Buches ist allgemein hoch. Allerdings sagt Fisher von sich selbst, dass er kein Psychologe ist. Insofern fehlen Hinweise auf psychologische Aspekte und Forschungsergebnisse. Diese könnten einige Beschreibungen des Autors abkürzen und meiner Ansicht nach klarer auf den Punkt bringen (Beispiel: Ab Seite 29 werden 18 Seiten lang „Inhalts- und Beziehungsebenen“ beschrieben). Punkte: 2 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Es handelt sich um ein Buch mit Softcover. Das Layout wirkt auf mich zeitgemäß und angemessen. Der Text wird hin und wieder durch Diagramme, Zeichnungen oder in Chat Bubbles dargestellte Beispiele ergänzt. Diese dienen meiner Meinung nach eher der optischen Auflockerung, da die Texte auch für sich allein verständlich sind. Am Ende jedes Kapitels befindet sich eine stichpunktartige Zusammenfassung der wichtigsten Thesen. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Die Leserinnen und Leser werden gut durch das Buch geführt. Nach einem Vorwort erhalten sie eine nachvollziehbare Strukturierung: Der Autor hat das Buch in die beiden Teile „Grundlagen” und „Umsetzung” unterteilt. Die Kapitel folgen einer nachvollziehbaren Logik. Es sollte allerdings von vorne bis hinten gelesen werden. Punkte: 3 von 4 |
| Verständlichkeit | Das Buch ist sehr einfach geschrieben und enthält keine Fach- oder Fremdworte. Die drei „Regeln“, die der Autor bereits in der Einleitung nennt, sind jedoch erst nach dem Lesen der dazugehörigen Kapitel vollständig verständlich. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch richtet sich an alle Menschen, die ihre Kommunikation prüfen oder verbessern möchten. Der Autor möchte mit seinen Tipps Menschen helfen, die in beruflichen oder alltäglichen Situationen mit herausfordernden und insbesondere konfliktgeladenen Gesprächen konfrontiert sind. |
| Relevanz | Für Menschen, die ihren Kommunikationsstil in Streitgesprächen verbessern möchten, kann dieses Buch eine interessante erste Grundlage sein. Meiner Meinung nach wird es vor allem Leserinnen und Lesern nützen, die sich bislang noch nicht mit Kommunikation beschäftigt haben. Auch Menschen, die in Streitsituationen dazu neigen, hitzig und sehr emotional zu reagieren, können von Fishers Gedanken profitieren. Punkte: 3 von 4 |
Testgelesen von Heike Hasenfuß
Michel Reimon stellt in seinem Buch ein aus meiner Sicht praxisorientiertes Modell vor, das er selbst entwickelt hat und „Starke Signale“ nennt. Dabei handelt es sich um präzise gesetzte kommunikative Impulse, mit denen Sender Reaktionen bei Empfängern auslösen können, die einem beabsichtigten Ziel entsprechen. Das Buch gliedert sich in einen theoretischen Teil (kognitive Mechanismen, Kartografie von Zielen und Systemen) und Anwendungskapitel (Public Relations, Verhandlungen, Coaching, Mediation, Organisationsentwicklung). Zu den Kernthemen zählen systemisches Denken, kognitive Verzerrungen, Framing und die bewusste Gestaltung von Kontexten. Reimon macht deutlich, dass Menschen nicht auf Fakten, sondern auf Bedeutungen reagieren, die in ihren mentalen Landkarten verankert sind. Zentrale Erkenntnis ist, dass erfolgreiche Kommunikation zuerst die Wahrnehmungslogik des Gegenübers berücksichtigen muss, bevor Inhalte platziert werden. Methodisch verknüpft Reimon Erkenntnisse aus der Kognitionswissenschaft, der Verhaltensökonomik (z.B. Kahneman/Tversky) und der systemischen Theorie mit konkreten „Chunks“ – kurzen, prägnanten Beispielen und Handlungsanweisungen. Im Buch finden sich zahlreiche Beispiele aus Politik, Medien und Beratung zur Veranschaulichung. Es wird z.B. erläutert, wie ein Perspektivwechsel in Verhandlungen Blockaden lösen kann, indem ein Ziel neu gerahmt wird, wie wenige, klar gesetzte Begriffe in der Öffentlichkeitsarbeit eine Debatte dominieren können oder wie kleine sprachliche Interventionen im Coaching nachhaltige Veränderungsprozesse auslösen können.
| Informationsdichte | Die Informationsdichte ist ausgewogen: Zentrale Konzepte werden klar vermittelt, Wiederholungen dienen der Verstärkung. Manche theoretischen Passagen sind knapp, andere sehr kompakt, was konzentriertes Lesen erfordert. Insgesamt bleibt das Buch praxisnah und gut verständlich, ohne zu überfordern. Punkte: 4 von 4 |
| Visuelle Gestaltung | Die visuelle Gestaltung des Buches ist klar, sachlich und funktional. Die Typografie und das Layout zeichnen sich durch eine gut lesbare Schrift, großzügige Absätze und klare Kapitelstrukturen mit zum Teil viel Fließtext aus. Grafische Elemente werden sparsam eingesetzt und unterstützen dann das Verständnis. Das Buch wirkt haptisch hochwertig und professionell. Insgesamt ruhig, übersichtlich und ansprechend. Punkte: 3 von 4 |
| Gliederung | Die Gliederung ist aus meiner Sicht klar und nachvollziehbar aufgebaut. Die Leser werden schrittweise von theoretischen Grundlagen zu praktischen Anwendungen geführt. Die Kapitel sind in sich geschlossen, sodass auch gezieltes Lesen oder Querlesen gut möglich ist. Überschriften, Zwischenfazits und Beispiele erleichtern die Orientierung und unterstützen ein selektives, bedarfsorientiertes Lesen. Punkte: 4 von 4 |
| Verständlichkeit | Die Sprache ist klar, präzise und professionell, ohne dabei wissenschaftlich trocken zu wirken. Fachbegriffe aus Systemtheorie und Kognitionsforschung werden gezielt eingesetzt, aber immer kontextualisiert und verständlich eingeführt. Ein ausführliches Glossar fehlt leider, jedoch werden komplexe Inhalte durch eine Vielzahl an Beispielen, Metaphern und Praxisfällen anschaulich gemacht, sodass auch Nichtexperten dem Inhalt definitiv gut folgen können. Punkte: 4 von 4 |
| Eignung | Das Buch richtet sich in erster Linie an Führungskräfte, Kommunikationsprofis, Berater, Trainer und Coachs. Ein grundlegendes Verständnis von Kommunikation ist zwar hilfreich, jedoch ist kein Vorwissen erforderlich. |
| Relevanz | Das Buch ist hochaktuell, da es systemische Kommunikation mit Kognitions- und Verhaltensforschung verbindet. Es ist keine klassische Standardliteratur, vermittelt aber bekannte Inhalte auf anschauliche und praxisnahe Weise. Als praxisorientierte Einführung und Werkzeug für gezielte Kommunikation ist es empfehlenswert. Punkte: 4 von 4 |
Die Testlesenden: Michael Berger ist Diplom-Psychologe, Business Coach und Management-Berater. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Personalentwicklung sowie im Bereich Aus- und Weiterbildung. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Management-Diagnostik, der Organisationsentwicklung und im Coaching von Führungskräften. Kontakt coach-berger.de
Fadja Ehlail ist geschäftsführende Gesellschafterin der Com Across GmbH. Ihr Unternehmen hat sich auf die Arbeit mit Führungskräften aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zu den Themen Diversität, Leadership und agiles Lernen in Organisationen spezialisiert. Kontakt: com-across.de
Susanne Goerke ist Trainerin und Coach mit über 20 Jahren Erfahrung in Themen wie Führung, Selbst- und Zeitmanagement oder Kommunikation. Sie arbeitet deutschlandweit online, hybrid und in Präsenz für unterschiedliche Zielgruppen in Unternehmen. Kontakt: sgdevelopment.net
Heike Hasenfuß arbeitet seit über 25 Jahren als Coach, Trainerin und Moderatorin. Themenkomplexe wie Persönlichkeitsentwicklung, Konfliktmanagement, Führungstechniken und Teamwork sind ihr Alltag. Dabei unterstützt sie Menschen und Systeme dabei, ein offeneres, produktiveres Miteinander zu erreichen. Kontakt: hasenfuss-training.de
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