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Bachelor welcome!

Studienreform

Zurzeit wird in Deutschland die Studienlandschaft umgekrempelt. Doch die Wirtschaft nimmt diesen Prozess kaum wahr: Erst nach und nach wird den Unternehmen bewusst, dass die neuen Abschlüsse Bachelor und Master Auswirkungen auf ihr Personalmarketing und ihre Personalentwicklung haben. Zum Stand der Überlegungen in deutschen Unternehmen.

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Bis 2010 sollen in Deutschland und 28 weiteren europäischen Staaten alle Studiengänge mit einem Bachelor- oder Masterabschluss enden. Darauf verständigten sich die jeweiligen Bildungsminister im Juni 1999 in der Bologna-Erklärung. Eine sinnvolle Entscheidung, wie Werner Ollechowitz, Bereichsleiter Personal bei der Schwäbisch Hall-Unternehmensgruppe, findet: 'Schließlich sind heute bereits 90 Prozent aller akademischen Abschlüsse weltweit Bachelor- und Mastergrade.'

Hinzu kommt: Der deutsche Abschluss 'Diplom' hat zwar im Ausland, speziell im ingenieur- und naturwissenschaftlichen Bereich, ein gutes Renommee. 'Trotzdem müssen die Absolventen solcher Studiengänge im Ausland oft erläutern, welche Qualifikation sich hinter ihrem Diplom verbirgt', berichtet Jürgen Göttler, Personaldirektor bei der Voith AG, Heidenheim, von deren 24.000 Mitarbeitern circa die Hälfte im Ausland arbeitet. Schließlich bedeute das englische Wort 'Diploma' schlicht 'Zeugnis'.

Nachdem sich auf den Bologna-Folgekonferenzen weitere Länder der Erklärung angeschlossen haben, läuft inzwischen in 40 Staaten die Umstellung. Dabei ist der Änderungsbedarf verschieden groß. Im angelsächsischen Raum etwa sind Bachelor und Master die tradierten Hochschulabschlüsse. In Deutschland hingegen konnten Studenten bis vor wenigen Jahren diese Abschlüsse fast ausschließlich an privaten (Fach-)Hochschulen erwerben. Die Öffentlichkeit nimmt die Umstellung kaum wahr – ähnlich verhält es sich mit der Wirtschaft. Erst seit einigen Monaten wird den Unternehmen zunehmend bewusst, dass sich die deutsche Studienlandschaft radikal verändert; so radikal, dass dies auch die Personalmarketing- und -entwicklungskonzepte der Unternehmen in Frage stellen könnte.

Extras:

  • Das alte und neue Studiensystem im Vergleich.
  • Studienverlauf des Bachelors.
  • Warum die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen an deutschen Hochschulen den (Konkurrenz)Druck auf private Hochschulen und Berufsakademien erhöht.
  • Die Bachelor-Welcome-Erklärung: Zusagen und Forderungen aus der Wirtschaft, unterzeichnet von 15 führenden deutschen Unternehmen.

Autor(en): Bernhard Kuntz
Quelle: managerSeminare 79, September 2004, Seite 72 - 78 , 28694 Zeichen

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