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Studie: Beziehungs-Waisen im Unternehmen

Wunsch und Wirklichkeit in punkto Beziehungsmanagement driften in Unternehmen weit auseinander. Das zumindest legt die neue Studie 'Beziehungs-Weise' der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH, Bad Harzburg, nahe. 242 Führungskräfte wurden befragt, welchen Aufwand sie betreiben, um zu Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten Kontakte aufzubauen und sie für die Unternehmensziele zu nutzen. Demnach wendet fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) nicht mehr als drei Stunden pro Woche auf, um Beziehungen zu ihren Mitarbeitern zu pflegen. Das ist erstaunlich, definieren doch 40 Prozent ihre Rolle im Unternehmen als Feedbackgeber und 27 Prozent als Moderator. Noch seltener halten sie Kontakte zum eigenen Vorgesetzten: Bei 47 Prozent der Befragten steht maximal eine Stunde Beziehungspflege zu ihm auf dem Wochenplan.

Mit dieser Situation regelrecht unzufrieden ist ein Drittel der Befragten. Fast 50 Prozent geben an, dass sich das Beziehungsmanagement im Unternehmen bessern muss. Woran liegt es aber, dass persönliche Kontakte nur sporadisch gepflegt werden? 38 Prozent der Befragten nennen Zeitmangel als Hinderungsgrund, 29 Prozent wachsenden Arbeitsdruck, 8 Prozent wissen es selbst nicht.

Dabei sind sich die Befragten einig: Bedarf an Beziehungsmanagement besteht. 83 Prozent sehen Bedarf, 29 Prozent davon sogar hohen. Wann Beziehungsmanagement angesagt ist, davon haben sie ebenfalls genaue Vorstellungen. Schwindende Motivation der Mitarbeiter ist für 39 Prozent ein Zeichen dafür, dass es höchste Zeit für Beziehungsmanagement wird, gefolgt von der Optimierung des Informationsflusses (14 Prozent) und der Steigerung der Effektivität (13 Prozent).

Gründe genug, mehr Zeit für die Pflege der eigenen Beziehungen zu Mitarbeitern aufzuwenden? Nicht unbedingt, stellen sich die Befragten doch selbst ein durchweg positives Zeugnis aus: 92 Prozent geben nämlich an, Konflikte und Probleme bereits jetzt konstruktiv zu lösen, und 82 Prozent glauben, ihre Mitarbeiter ganzheitlich zu fördern.

Die Studie ist kostenlos erhältlich.

Warum Beziehungsmanagement wichtig ist (Angaben in %)

Motivation der Mitarbeiter 38,7
Optimierung des Informationsflusses 13,8
Steigerung der Effektivität 13,3
Konflikte im Team 10
Unzufriedenheit von Kollegen 5,4
Hohe Fluktuation 3,8
Kein Auslöser 3,8
Wahrung der Unternehmenskultur 3,3
Unzufriedenheit mit persönlicher Situation 2,5
Sympathieverlust/ -beweis 2,1
Hoher Krankenstand 1,7
Positive/negative Umsatzbilanz 1,6
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