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Unter Druck!

Streßbewältigung für Trainer

Sie sind Einzelkämpfer, bis zu 150 Tage im Jahr unterwegs und stolz darauf. Doch hinter dem gerne vorgezeigten vollen Terminkalender stehen oft Einsamkeit, Ängste und Unzufriedenheit. Über Streßprobleme und Schwächen wird jedoch meist nicht gesprochen. Schließlich paßt das nicht ins Bild vom Trainer als Crack und Problemlöser, bei dem alles läuft. Was können Trainer tun, um ihren Streß in den Griff zu kriegen? Eines steht fest: Um die Auseinandersetzung mit sich selbst kommen sie nicht herum.

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Nach der zweistündigen Autofahrt am frühen Morgen auch noch das: Der Seminarraum ist viel zu klein für die geplanten Aktivitäten und die bestellte Videokamera ist auch nirgends zu sichten. Trainer Horst Schindler ist genervt. Das fängt ja gut an, denkt er. Jede Minute müßten die ersten Seminarteilnehmer eintreffen. Zwei Stunden später: Das Training läuft eigentlich ganz gut, wären da nicht diese zwei Querschießer ganz rechts mit ihren ständigen Nörgeleien und provokanten Bemerkungen! Schindler fängt langsam an, sich innerlich aufzuregen. Der Magendruck, der ihm in vergangener Zeit immer öfter zu schaffen macht, kommt wieder auf … . Am Abend im Hotelzimmer grübelt der Trainer über das Seminar nach. Wie so oft nach einem Trainingstag kann er nicht abschalten. Eigentlich müßte er schon an der Vorbereitung für die nächste Veranstaltung sitzen. Diese findet bereits morgen statt - wieder in einer anderen Stadt. Das heißt: Wenig Schlaf, Koffer packen, Autofahrt - Streß!

Ein fiktives Beispiel aus dem Trainer-Dasein. Doch es könnte genausogut wahr sein. Viele Trainer befinden sich im Dauerstreß. Bis zu Zweidrittel des Jahres verbringen sie in Seminarräumen und Hotelzimmern und leben meist aus dem Koffer. Hinzu kommen die umfangreichen Vor- und Nachbereitungen der Seminare und die Abstimmung mit dem Auftraggeber. Im Büro warten dann zusätzlich zahlreiche unerledigte Vorgänge, die sie bearbeiten müssen. Und last but not least: Die Akquise neuer Aufträge und das Feilschen um Honorare kosten zunehmend Zeit - und Nerven: Gerade viele junge Trainer leben in der ständigen Angst, nicht genügend Aufträge an Land ziehen zu können und bangen täglich um ihre Existenz.

Die enorme zeitliche Einspannung hat auch Auswirkungen auf das Privatleben. Das ständige Unterwegssein macht einsam. Zwar schmücken sich viele Trainer gerne mit ihrem modernen Nomadentum und einem vollen Terminkalender, doch der Preis dafür ist hoch: Soziale Isolation und kaputte Beziehungen. Die Scheidungsrate bei Trainern liegt weit über dem Durchschnitt, wissen viele Trainer von ihrem Kollegenkreis zu berichten…

Autor(en): Petra Walther
Quelle: managerSeminare 32, Juli 1998, Seite 70 - 78 , 25433 Zeichen

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