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Softwaretool für Rollenspiele: Das Feedback folgt dem Fehler auf dem Fuße

Rollenspiele sind alles andere als ein Kinderspiel. Im Gegenteil: Die meisten Seminarteilnehmer empfinden sie als psychische Belastung. Vor allem vor dem anschließenden Trainer-Feedback im Angesicht der gesamten Teilnehmergruppe graut es ihnen. Dies jedenfalls stellte die United States Online University - Institut of Training and Development in Carlsbad, Kalifornien, im Zuge einer Umfrage unter 1.014 Führungskräften und Verkäufern fest - und wartet gleich mit einer Lösung für das Problem auf: Dem 'Action Prompter', einem Software-Programm, mit dem der Trainer den Teilnehmer noch während des Rollenspiels in seinem Verhalten korrigieren kann, und zwar so, dass außer ihm selbst, niemand etwas davon bemerkt.

Bei der Arbeit mit dem Action Prompter übernimmt der Weiterbildner selbst einen Part im Rollenspiel - etwa den eines Kunden oder Mitarbeiters. Vor den Rollenspielern stehen zwei miteinander vernetzte Laptops, auf denen das Software-Programm installiert ist. Es besteht aus 22 einfachen Symbolen, die der Trainer im Verlauf des 'Kunden-' oder 'Mitarbeitergesprächs' auf dem Bildschirm seines Gegenübers aktiviert: um es in einer Verhaltensweise zu bestärken, bei einem Fehler zurückzupfeifen oder in bestimmten Gesprächssituationen an das zu erinnern, was in diesem Moment angesprochen werden sollte. Das ist wirkungsvoller als ein zeitverzögertes Feedback, weil sich dadurch fehlerhaftes Verhalten gar nicht erst einschleifen kann, meint Evelyn Rosewich, Geschäftsführerin der TQO-Akademie in Bergisch Gladbach, die den Action Prompter seit kurzem in Deutschland vertreibt. Sie bietet Trainern, die das Instrument einsetzen wollen, die Möglichkeit, innerhalb von zwei Tagen die Lizenz dafür zu erwerben. Kostenpunkt, einschließlich Software: 4.200 Euro.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 67, Juni 2003
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