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Update aus der Spiele-Welt

Serious Games und Planspiele

Managementtrainings finden immer häufiger auf einem Kreuzfahrtschiff, auf Südsee-Inseln oder im fernen Shanghai statt – dank neuer Computersimulationen. Grund für den Vormarsch der Serious Games: Die Lerntools werden von der Generation der Digital Natives zunehmend eingefordert. Zu Recht. Denn die Spiele bieten ideale Settings, um vor allem eines zu lernen: den Umgang mit Komplexität.

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Die MS Antwerpen ist in eine höchst bedrohliche Situation geraten: Das Kreuzfahrtschiff steuert durch eine stürmische Nacht im Nordatlantik. Dabei ereignet sich ein Störfall nach dem anderen: Die Maschinen fallen aus, es gibt Probleme mit der Elektrizität, ein Feuer droht das Schiff zu zerstören und eine Salmonellenvergiftung legt die Mannschaft lahm. Die Zeit, auf die bedrohlichen Ereignisse zu reagieren, wird immer knapper. Die Besatzung gerät immer stärker unter Druck, setzt jedoch alles daran, das Schiff allen Fährnissen zum Trotz durch die tosenden Wogen des Ozeans an sein Ziel zu navigieren.

Das Schicksal der MS Antwerpen wäre sicher ein schwarzer Fleck, ein Tiefpunkt in der Geschichte der Schifffahrt. Zum Glück aber ist die katastrophale Nordatlantikfahrt des Schiffes nur ein Phantasieprodukt geschickter Planspielentwickler aus dem Umfeld der Universität Bamberg. Unternehmen setzen die teilweise computergestützte Simulation beispielsweise ein, damit Teams in der Rolle der Schiffsbesatzung Verhaltensweisen für den Ernstfall trainieren.

Kai Mettke-Pick z.B., Konzern-Koordinator für das Business Continuity Management bei der Postbank, muss mit seinem Team regelmäßig für mögliche Krisenfälle üben, die den Ablauf der Geschäftsprozesse bedrohen könnten, seien es Ausfälle des Computersystems oder ein Brand in den Gebäuden. Zu diesem Zweck 'schickt' Mettke-Pick seine Leute u.a. 'zur See', auf die MS Antwerpen. Denn der Manager ist überzeugt, dass gerade das Eintauchen in ein herausforderndes, allerdings dem Business-Alltag fernes Szenario seine Mitarbeiter aktivieren und aus dem Übungsmodus herausholen kann. Viele Teams geraten nämlich, wenn sie für Krisensituationen trainieren sollen, allzu leicht in langatmige Diskussionen, statt rasch Lösungen zu entwickeln.

Extras:

  • Komplexität, Aha-Erlebnisse, Wettkampfsituation ...: Die Stärken von Planspielen, Simulationen und Serious Games
  • Linktipps: Vier Webseiten, auf denen Sie die im Artikel vorgestellten Serious Games finden
  • Literaturtipps: Kurzrezension eines englischsprachigen Buchs zum Thema „Gamer Generation“, Kurzrezension eines Buchs über Computerspiele sowie Hinweise auf ein Interview mit einem Serious-Games-Entwickler und zwei Fachartikel über Computer- und Business-Planspiele
  • Veranstaltungstipps: Vier Messen und Kongresse mit Lernspielen

Autor(en): Andrea Bittelmeyer
Quelle: managerSeminare 156, März 2011, Seite 60 - 65 , 20055 Zeichen

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