Management

Serie Management-Vordenker

Jeffrey Pfeffer: Der Querdenker

Jeffrey Pfeffer ist der Querdenker unter den Vordenkern: Er hält Case Studies bestenfalls für unterhaltsam und Business Schools für überflüssig. Wichtig sind seiner Meinung nach Führungskräfte, die zahlenorientiert und pragmatisch handeln. Was die Konkurrenz treibt, ist dafür unerheblich. Ausschlaggebend ist es, mit den eigenen Ressourcen bestmöglich umzugehen, meint der Stanford-Professor.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Nicht die Positionierung am Markt, nicht die Stärke der Konkurrenz entscheidet darüber, wie erfolgreich ein Unternehmen ist. Ausschlaggebend ist sind nur zwei Fragen: Wie einfach kommt eine Organisation an die Ressourcen, die sie braucht? Und wie ökonomisch geht sie damit um? Mit diesen Überlegungen und einem damit verbundenen Managementansatz macht Jeffrey Pfeffer Mitte der siebziger Jahre auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit Gerald Salancik von der Carnegie Mellon University wendet sich Pfeffer von dem bis dahin vorherrschenden marktorientierten Ansatz ab, dessen profiliertester Vertreter heute Michael Porter ist.

Pfeffer ist überzeugt: Das wichtigste Kriterium für den Unternehmenserfolg ist seine Ressourcenabhängigkeit. Diese wird bestimmt durch den relativen Anteil, den die jeweilige Ressource an den Einnahmen und Ausgaben einer Organisation hat, ferner durch den Zugang zu der Ressource sowie die Möglichkeiten zur Substitution. Ist beispielsweise die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter eines Discounters niedrig, so hat das für das Unternehmen nur geringe Bedeutung, wenn die Arbeitsmarktlage es erlaubt, ausscheidende Mitarbeiter schnell zu ersetzen. Das Unternehmen würde hingegen einen kostenmäßigen Wettbewerbsnachteil in Kauf nehmen, wenn es mehr Geld in die Mitarbeiterbindung investierte.

Extras:
  • Literaturtipps: Ausgewählte Bücher von Jeffrey Pfeffer
  • Linktipps: Hinweise auf zwei Webseiten mit weiterführenden Informationen
Autor(en): Karlheinz Schwuchow
Quelle: managerSeminare 147, Juni 2010, Seite 18-23
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben