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Wenn Arbeit krank macht

Serie Arbeitsweltmonitor 2007

Die Krankenstände in Deutschland sind niedrig wie nie zuvor. Heißt das auch, dass die Mitarbeiter vor Gesundheit strotzen? Saarbrücker Forscher sind zur Untersuchung geschritten. Ihre Diagnose: Arbeit macht immer noch viel zu häufig krank – und die Kranken schleppen sich allzu oft zur Arbeit. Allerdings nicht aus Angst um den Arbeitsplatz, wie oft behauptet wird. Im letzten Teil unserer Serie über die Langzeitstudie Arbeitsweltmonitor 2007 erfahren Sie die wahren Gründe.

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Wenn das keine guten Nachrichten sind: Offiziellen Statistiken zufolge ist der Krankenstand in deutschen Betrieben während der vergangenen zehn Jahre stetig gesunken. Im Jahr 2006 betrug er nur noch 3,29 Prozent der Sollarbeitszeit, das heißt, jeder Mitarbeiter ist nur 7,2 Tage krankheitsbedingt dem Arbeitsplatz ferngeblieben.

Der aktuelle Teil der Saarbrücker Langzeitstudie „Arbeitsweltmonitor 2007“, der sich des Themas Arbeit und Gesundheit aus Mitarbeitersicht annimmt, fällt summa summarum positiv aus. Der Untersuchung zufolge, an der sich 165 Mitarbeiter aus neun Unternehmen beteiligt haben, fühlen sich jedenfalls 57 Prozent der Befragten körperlich überwiegend gesund. 50 Prozent gaben an, sich auch psychisch rundum wohl zu fühlen.

Völlige Entwarnung kann dennoch nicht gegeben werden. Denn trotz der guten Basisgesundheit klagen Mitarbeiter über Symptome wie tägliche Augenschmerzen (23 Prozent) sowie tägliche Rücken- (19 Prozent) und Kopfschmerzen (5 Prozent). Es scheint, als hingen diese Beschwerden mit bestimmten Faktoren zusammen, die die Gesundheit der Mitarbeiter offenbar negativ beeinflussen: 67 Prozent fühlen sich beispielsweise durch Bildschirmarbeit beeinträchtigt, 37 Prozent durch Lärm und 35 Prozent durch unregelmäßige Arbeitszeiten aufgrund von Nachtdiensten oder Überstunden. Stress am Arbeitsplatz beklagen 54 Prozent. Von Zeitdruck betroffen sind gut 62 Prozent.

Belastungen wie Bildschirmarbeit und Stress haben nicht nur physische Konsequenzen, sondern auch psychische. Die Korrelationen, die die Studie offenbart, sind jedenfalls unverkennbar: So besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Belastung durch Bildschirmarbeit und der Aussage, sich in jüngster Zeit am Arbeitsplatz isoliert und gestresst gefühlt zu haben.

Extras:

  • Gesundheitscheck: So fit fühlen sich deutsche Mitarbeiter.
  • Lärm, Bildschirmflimmern etc.: Das macht den Mitarbeitern zu schaffen.
  • Von Augenbeschwerden über Kopfschmerzen bis hin zu Nervosität: Die Folgen der Belastungen am Arbeitsplatz.
  • Das Problem des Präsentismus: Aus welchen Gründen kranke Mitarbeiter sich zur Arbeit schleppen.
  • Inhalte, Design, Vorteile für die Unternehmen: Die Langzeitstudie Arbeitsweltmonitor.
  • Linktipp: Der Arbeitsweltmonitor im Web.

Autor(en): Christian Scholz und Karoline Niemczyk
Quelle: managerSeminare 119, Februar 2008, Seite 68 - 73 , 17821 Zeichen

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