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Touch For Health

Seminarreportage

„Ich bin Annette.“ Mit ausgestrecktem Arm steht Annette im Seminarraum und nennt ihren Namen. „Und halten!“, fordert die Seminarleiterin Annette auf. Dann versucht sie, den Arm der jungen Frau mit sanftem Druck aus der Position zu bringen. Der Arm rührt sich nicht. Nächster Versuch. Annette sagt: „Ich bin Brigitte.“ Die Seminarleiterin übt denselben sanften Druck auf Annettes Arm aus: Kraftlos sackt der Arm herunter.

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Diese Übung gehört zur Diagnose von Touch for Health. Touch for Health, das heißt Gesund durch Berühren und ist ein Programm aus der alternativen Medizin. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Vielzahl von Übungen, die dazu beitragen, daß der Anwender körperlich fit bleibt, sich entspannt fühlt und Krankheiten besser abwehren kann. Im Zentrum der Anwendungen steht das Hauptproblem eines jeden Berufstätigen: der Abbau von Streß.

Entwickelt wurde Touch for Health (TFH) Ende der 60er Jahre in den USA. Der Chiropraktiker John F. Thie kombinierte Prinzipien der chinesischen Heilkunde mit westlichen Kenntnissen aus Streßforschung, Chiropraktik und Bewegungslehre (Kinesiologie). Resultat ist eine Diagnoseform, der ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde liegt - gekoppelt mit einer spielend einfachen Behandlungsmethode. Die Botschaft von TFH: Jeder kann lernen, mit eigener Hand durch sanfte Berührungen und gezielte Massage Streß, Schmerz und andere körperliche Belastungen quasi aus seinem Körper herauszustreicheln.

Wie die Behandlung funktioniert, das wollen Annette und sechs weitere Interessierte an diesem Wochenende erfahren. Dafür sind sie nach Bonn gekommen, in die Tagungsstätte der Werkstatt für Demokratie und Öffentlichkeit (WDÖFF). Hier findet der Kurs TFH 1 statt: ein Einführungsseminar, das über zwei Tage geht.

In einem kleinen Halbkreis sitzen die sieben Kursbesucher im Tagungssaal des Veranstalters, einen Block zum Mitschreiben auf den Knien bereit. Zwei Ärzte sind in der Runde, ein Logopäde, eine Lehrerin für Autogenes Training und eine Psychologin. Einige von ihnen hoffen, die TFH-Entspannungstechnik einmal beruflich einsetzen zu können. Die meisten Seminaristen aber haben den Kurs aus Neugier gebucht: Sie wollen persönliche Erfahrungen sam meln.

Gelegenheit hierzu haben sie bereits am Samstag morgen. Gleich in der ersten Kursstunde weiht Referentin Julia Mainz die Neugierigen in eine Mediziner-Weisheit der alten Chinesen ein: „Wir haben in unserem Körper Kanäle, die in einer wässrigen Flüs sigkeit Energie transportieren. Das sind die Meridiane.“ Diese Energiekanäle seien heute elektrotechnisch nachweisbar. „Sie sitzen zwei Zentimeter unter der Haut und sind angelegt wie das komplizierte Verkehrsnetz in einer Großstadt“, verrät die Referentin…

Autor(en): Svenja Baum
Quelle: managerSeminare 24, Juli 1996, Seite 28 - 29 , 10241 Zeichen

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