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Selbstcoaching per Stimme

Sonor macht selbstbewusst

Wer mit tiefer Stimme redet, wirkt auf sein Gegenüber meist mächtiger als eine Person mit hoher Stimme. Soweit bekannt und erforscht. Die niederländische Sozialpsychologin Marielle Stel jedoch hat nun herausgefunden: Auch der Sprecher selbst fühlt sich mächtiger, wenn er in tiefer Tonlage spricht. Jedenfalls legt eine Versuchsreihe mit 81 Studenten diesen Schluss nahe. In einem Versuch sollten die Jungakademiker, unterteilt in drei Vergleichsgruppen, einen Text lesen: einmal still, einmal laut mit tieferer Stimme als gewöhnlich und einmal laut mit höherer Stimme als normalerweise. Später hatten die Probanden einige Fragen zu ihrem psychischen Befinden zu beantworten – ein Indikator war beispielsweise das Gefühl der Dominanz bzw. Unterlegenheit. Eindeutiges Resultat: Diejenigen, die den Text laut mit tiefer Stimme gelesen hatten, fühlten sich mächtiger als die Probanden aus den anderen beiden Gruppen. Interessant ist auch eine ergänzende Untersuchung: Hier mussten die Studenten nach der Leseübung eine Aufgabe durchführen, anhand der sich die Fähigkeit zum abstrakten Denken prüfen lässt. Das erstaunliche Ergebnis: Das Reden mit tiefer Stimme scheint auch die Fähigkeit zum abstrakten Denken zu erhöhen. Den Forschern zufolge lässt sich das daraus erklären, dass mächtige Personen eine psychologische Distanz zu ihrem Umfeld empfinden und deshalb eher zum abstrakten Denken neigen als andere. Soll die frischgebackene, noch unsichere Führungskraft also die Stimmhöhe runterschrauben, um von ihren Mitarbeitern ernst genommen zu werden? Fazit der Forscher: Könnte durchaus sein, dass das funktioniert.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 176, November 2012
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