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Science & Faction

Der Mythos des Cyberspace

Unter Künstlern und Computercracks, Wissenschaftlern und Neuronauten entsteht derzeit ein neuer Mythos, der die Kraft hat, eine ganze Generation zu prägen: der Mythos des Cyberspace. Eine von Computern geschaffene, virtuelle Realität, die über Spezialbrille und sensorbestückte Handschuhe Mensch und Maschine so miteinander verbindet, daß das Nervensystem überlistet wird und die 'künstlichen' Bilder für 'real' gehalten werden.
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Information (Computer) und Bewußtsein (Gehirn) gehen eine Symbiose gnadenloser Vielfalt ein, ein 'neuro-chemo-techno-Cyberspace zwischen den Arten, bei dem es zugeht wie im tropischen Regenwald. Am Ende blickt niemand mehr so recht durch, wer füttert und wer gefüttert wird, wer Wurzel ist und wer Parasit, wer Helhler, Dealer oder Absahner der zirkulierenden Nährstoffe ist (Micky Remann)'.

Der Begriff Cyberspace wurde von William Gibson, profiliertem Romancier einer neuen Science-Fiction-Generation, geprägt. Er beschreibt einen digitalen Kommunikationsraum mit elektronischen Schnittstellen zwischen Gehirn und Computer, Information und Bewußtsein, mit durchlässigen Grenzen zwischen Mensch und Maschine. In Gibson´s Cyberspace-Vision gibt es keinen Bildschirm mehr, die Elektroden werden direkt ins Gehirn implantiert und mit dem Computer kurzgeschlossen. Kaum war die Druckerschwärze seines Romans 'Neuromancer' getrocknet, setzten sich kalifornische Computerfreaks bereits an ihre Terminals, um zu schauen, was machbar ist…
Autor(en): Lutz Berger
Quelle: managerSeminare 02, Januar 1991, Seite 14-16
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