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Alles andere als Theater

Rollenspiele im Training

Rollenspiele haben es in sich: Richtig eingesetzt helfen sie Seminarteilnehmern, problematische Situationen im Unternehmensalltag zu lösen, sie erleichtern die Wissensverarbeitung und schaffen Zugang zu neuen Themen. Doch längst nicht immer reagieren Teilnehmer begeistert, wenn es heißt 'Führen Sie jetzt ein Rollenspiel durch!'. Wie aus skeptischen Teilnehmern enthusiastische Rollenspieler werden.

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von managerSeminare

Ein Seminar über Konfliktmanagement bei einem Energiedienstleister: Etwa ein Dutzend angehende Führungskräfte sitzt gespannt im Halbkreis um eine provisorische Bühne. Das Spiel beginnt:
Herr K. sitzt an seinem Schreibtisch. Der ist überfüllt mit Stapeln von Aktenordnern, Mappen und sonstigen Papieren. Herr K. telefoniert. Er spricht schnell und unterwürfig. 'Selbstverständlich, wird alles termingerecht erledigt. Kein Problem, Herr Müller, Sie bekommen die Daten noch morgen!' Von der Seite tritt Frau M. auf. Sie geht mit eingezogenen Schultern auf Herrn K. zu, lächelt ihn zaghaft an, bleibt neben dem Schreibtisch stehen. Dort steht ein Stuhl, aber sie setzt sich nicht, wartet. Herr K. ignoriert sie, telefoniert weiter, schaut in alle möglichen Richtungen, aber nicht zu Frau M.

Die Szene, die sich vor den Augen der Seminarteilnehmer abspielt, hat sich im Unternehmen in ähnlicher Form tatsächlich ereignet: Auch in ihrem Berufsalltag hat Frau M. Probleme, sich bei einem ihrer Kollegen durchzusetzen. Eine Arbeitsgruppe aus dem Kreis der Seminarteilnehmer hat daher zur Situation von Frau M. das Rollenspiel vorbereitet. Frau M. spielt sich darin selber – die Rolle ihres Gegenparts aus dem Unternehmen nimmt ein Seminarteilnehmer ein.

Doch nicht immer spielen die Teilnehmer eines Seminars derart engagiert und begeistert mit wie die Mitarbeiter des Energiedienstleisters. Im Gegenteil: 'Alles, nur kein Rollenspiel!' – das hören Trainer oft, wenn sie im Seminar enthusiastisch ein Rollenspiel ankündigen. Allein das Wort löst bei den Teilnehmern häufig Ablehnung und Blockaden aus. Entweder die Teilnehmer haben bereits in anderen Trainings schlechte Erfahrungen mit Rollenspielen gemacht oder es reicht für sie allein schon die Vorstellung, vorspielen zu müssen, um sich verschreckt zurückzuziehen und jede Mitarbeit zu verweigern...

Theaterpädagoge Paul Diebel zeigt, wie Trainer die Seminarteilnehmer auf das Rollenspiel einstimmen können.

Extras:

  • Info-Kasten: Wann sich Rollenspiele einsetzen lassen.
  • Info-Kasten: Vor dem Rollenspiel - neun Übungen und Spiele zum Warming-up.
  • Literaturtipps: Buchempfehlungen zu Rollenspiel, Theaterarbeit und Seminarübungen.

Autor(en): Paul Diebel
Quelle: managerSeminare 74, März 2004, Seite 68 - 74 , 23976 Zeichen

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