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Ich wage, also bin ich

Risikointelligenz

Noch nie hatten wir so viel Wahlmöglichkeiten wie heute, wenn es darum geht, das eigene Glück zu schmieden. Mit den Chancen haben aber auch die Risiken zugenommen. Gleiches gilt für die Unternehmenswelt, die Managern immer häufiger Entscheidungen unter unsicheren Vorzeichen abverlangt. Umso wichtiger, Ressourcen zu entwickeln, die beim Umgang mit persönlichen wie organisationalen Risiken helfen.


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'Mein Umfeld hat mich für verrückt erklärt', erzählt Brigitte Witzer. Als verbeamtete Professorin beschloss sie, ihren Job zu kündigen und sich selbstständig zu machen. Exzentrisch sei sie und das Risiko zu groß, bekam sie damals zu hören. Falls die Sache schiefliefe, würde sie in ihrem Alter kaum noch einen Job finden. Witzer, die seit Jahren erfolgreich als Beraterin und Coach für Führungskräfte arbeitet, bemerkte in dieser Zeit: 'Für viele Menschen ist die Sicherheit des Beamtenstatus ein außerordentlich hohes Gut.'

Noch mitten in seinem jüngsten beruflichen Wagnis steckt der Berater Andreas Zeuch. Gemeinsam mit zwei Partnern hat er viel Zeit und Kapital in die Beratergruppe sinnvoll-wirtschaften gesteckt. Mit dieser vertritt er eine neue Form des Wirtschaftens, die konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellt. 'Wir wollen Unternehmen zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung animieren', erklärt der zweifache Familienvater. Ob sich das Projekt auch wirtschaftlich lohnen wird, wissen er und seine Mitstreiter zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Ist solch Mut zum Risiko, wie Witzer und Zeuch ihn bewiesen haben, derzeit noch eher die Ausnahme, könnte er sich künftig in Richtung Regel entwickeln. Hintergrund: 'Noch nie hatten wir so viele Wahlmöglichkeiten wie heute, um unser Leben zu gestalten', erklärt Witzer. Die vielen Optionen erzeugen Druck, weil sie die Kosten des Nichthandelns erhöhen. Die Wirtschaftswissenschaft spricht in diesem Zusammenhang von Opportunitäts- oder Schattenkosten, also fiktiven Kosten, die entstehen, wenn Chancen nicht genutzt werden. Die einfache Gleichung: Je mehr Wahlmöglichkeiten es gibt, desto größer sind die Opportunitätskosten und desto wahrscheinlicher ist es, dass wir doch die eine oder andere Chance beim Schopf packen – auch wenn sie mit gewissen Risiken verbunden ist. Immer mehr gilt: Wer nichts riskiert, der verliert.

Extras:

  • Von Unsicherheitstoleranz bis zur Weisheit der Vielen: Sechs Bausteine für Risikointelligenz
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen zweier Bücher über Risikointelligenz und Intuition

Autor(en): Andrea Bittelmeyer
Quelle: managerSeminare 168, März 2012, Seite 30 - 34 , 17443 Zeichen

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