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Lockruf aufs Land

Recruiting für Mittelständler

Die meisten Talente zieht es in die Großstädte. Schön für Firmen, die dort ihren Sitz haben. Schlecht für den deutschen Mittelstand. Meist in der Provinz ansässig, leidet dieser unter der Landflucht. Doch gehen Mittelständler ihr Recruiting clever an, dann pfeifen die Bewerber auf Berlin und Co.

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Die Orte heißen Duderstadt, Spelle, Allendorf, Visselhövede oder Obereisenbach. Oft leben an solchen Flecken nur ein paar Tausend Menschen. Es gibt einen Dorfkern, hübsche Einfamilienhäuser und viel Wald und Feld drumherum. Um in die nächste große Stadt zu kommen, muss man manchmal eine knappe Stunde mit dem Auto fahren. Hier, in der Provinz, ist der gute deutsche Mittelstand zu Hause.

Doch ihre Lage abseits der Großstädte wird für die Unternehmen zunehmend zum Problem. Laut der Studie 'Deutschland 2030 – Die Arbeitsplätze der Zukunft', die der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers vorgelegt hat, wird die Zahl der Arbeitnehmer im Westen bis 2030 um vier Prozent sinken, im Osten Deutschlands sogar um zehn Prozent. Betroffen von diesem Rückgang ist vor allem die Provinz. Die wenigsten Azubis sowie Fach- und Führungskräfte wollen für den Beruf in die Eifel, das Emsland oder ins großstadtferne Schwaben ziehen. Im Gegenteil, sie ziehen eher von dort weg.

'Wir erleben derzeit eine massive Land-Stadt-Wanderung', so die Diagnose von Hermann Simon. Der Chairman der Unternehmensberatung Simon-Kucher und Experte für mittelständische Champions beobachtet: Junge Menschen wollen dort sein, wo etwas abgeht. Sie suchen Orte, die etwas zu bieten haben: Clubs, ein reiches Nachtleben, eine lebendige Uni-Szene und Arbeitgeber, bei denen man coole Praktika machen kann. München, Berlin, Hamburg und Frankfurt sind daher besonders attraktiv für junge Leute, gefolgt von Städten wie Freiburg, Bonn oder Erfurt.

Der Trend ist auch auf einer Landkarte zu erkennen, die das Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung derzeit verbreitet: Die Forscher haben all jene Gebiete Deutschlands blau eingefärbt, die Einwohner verlieren werden. Am dunkelsten ist das Blau zwischen Thüringer Wald und Ostseeküste.

Extras:

  • 'Wir erhalten heute mehr Bewerbungen als früher': Interview mit dem Geschäftsführer der Bernard Krone Holding
  • So kommen Firmen in der Provinz auch in Zukunft an Mitarbeiter: 6 Bausteine für erfolgreiches Recruiting
  • Literaturtipp: Kurzrezension eines Buchs über neue Ideen für Personalmarketing und Employer Branding
  • Vorstellung eines Start-ups, das mittelständische Unternehmen und Trainees zusammenbringt

Autor(en): Axel Gloger
Quelle: managerSeminare 199, Oktober 2014, Seite 72 - 78 , 22111 Zeichen

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