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Den Lerner im Blick

Qualitätsmanagement in der Weiterbildung

Die Qualitätsleitmodelle ISO 9000 und EFQM haben Konkurrenz bekommen - zumindest, was den Weiterbildungsbereich betrifft. Denn seit kurzem gibt es ein überregionales Qualitätsmodell, das speziell für die Weiterbildung entwickelt wurde: die Lernerorientierte Qualitätstestierung (LQW). Was leistet das neue Modell? Wo liegen die Stärken und Schwächen des LQW? managerSeminare hat nachgefragt.

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'Geht es um die Qualitätssicherung in Bildungsunternehmen, muss das Pferd von hinten aufgezäumt werden.' Dieser Meinung ist zumindest Rainer Zech vom Institut für kritische Sozialforschung und Bildungsarbeit e.V. ArtSet, Hannover. Mit seiner Aussage trifft er den Kerngedanken der von ArtSet in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE), Bonn, entwickelten Lernerorientierten Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW). Das speziell auf Weiterbildungseinrichtungen zugeschnittene Modell geht davon aus, dass Bildung ein 'einzigartiges Produkt' und mit keinem anderen Produkt bzw. keiner Dienstleistung anderer Branchen zu vergleichen ist.

'In der Bildungsbranche kann nicht von der Qualität von Prozessen auf die Qualität des Endproduktes, also das Lernen, geschlossen werden', meint Zech. Seiner Ansicht nach muss der Lernende als der eigentliche Produzent von Bildung begriffen werden, denn seine Motivation und Aktivität entscheiden darüber, ob der Lernprozess erfolgreich ist oder nicht. Die Weiterbildungsorganisationen können seinem Verständnis nach lediglich den Lernprozess unterstützen, indem sie die Bedingungen für Bildung bereitstellen. 'Das Pferd von hinten aufzuzäumen bedeutet in diesem Sinne, von dem Ergebnis gelungenen Lernens rückzuschließen auf die Prozesse, Verfahren und Verhaltensweisen, die nötig sind, um das gelungene Lernen optimal zu unterstützen', so Zech.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) scheint dieser Ansatz überzeugt zu haben: Rund 1,06 Millionen Euro hat es für die Lernerorientierte Qualitätstestierung zur Verfügung gestellt. Auch auf Länderebene ist das Projekt auf Resonanz gestoßen. Somit ist das Modell das erste Qualitätssystem innerhalb der Weiterbildungsbranche, das sowohl vom Bund als auch von allen 16 Bundesländern unterstützt wird. Für die Teilnehmer am Testierungsverfahren bedeutet diese politische Unterstützung: Nach erfolgreicher externer Evaluation erhalten sie ein Testat, das bundesweit anerkannt ist.

Extras:

  • Info-Kasten: Die elf Qualitätsbereiche des LQW sowie Mindestanforderungen für das Testat.
  • Grafische Übersicht: Der Ablauf der lernerorientierten Qualitätstestierung.

Autor(en): Petra Walther
Quelle: managerSeminare 74, März 2004, Seite 16 - 24 , 21235 Zeichen

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