Management

Prozeßbegleitung

Dem Unternehmen auf die Beine helfen

Moderator, Trainer, Berater, Coach – Der Trend geht eindeutig dahin, diese Rollen nicht mehr getrennt voneinander zu sehen. Professionell agierende Trainer und Moderatoren sind heutzutage zunächst Berater für ihre Auftraggeber und erst danach wieder Trainer und Moderatoren. Prozeßbegleitung ist angesagt. Doch was macht ein Prozeßbegleiter eigentlich genau? – Sich möglichst schnell überflüssig!
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Prozeßbegleitung ist ein Schlagwort, das den altehrwürdigen Begriff des Trainers in ein neues, professionelles Licht rückt. Die Trainerlandschaft hat sich verändert: Vom Trainer wird zunehmend erwartet, daß er neben seinen klassischen Aufgaben der Moderation und Schulung auch eine beratende Funktion einnimmt und Prozesse begleiten kann. Der Grund: Durch das rasant sich wandelnde wirtschaftliche Umfeld gewinnen Visionen und neue Zielsetzungen in Unternehmen mehr und mehr an Bedeutung. Um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden, müssen in immer kürzeren Abständen Veränderungsprozesse vollzogen werden. Typische Projekte, die komplexe Veränderungen mit sich bringen, sind z.B. das Einführen von betrieblichen Arbeitsgruppen wie Qualitäts- oder Gesundheitszirkel, die Fusion von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen oder die Veränderung der Aufbau- oder Ablauforganisation, beispielsweise Lean-Produktion oder Produktmanagement. Die gesteckten Ziele sind allerdings oft nicht leicht zu erreichen. Viele Veränderungsprozesse scheitern, weil sie aus dem Ruder laufen.

Damit Projekte letztlich erfolgreich sind, bedarf es eines professionellen Projektmanagements im Sinne einer kontinuierlichen Begleitung und Strukturierung. Zunehmend mehr Unternehmen suchen deshalb Hilfe bei einem Prozeßbegleiter. Davon erhoffen sie sich eine größere Sicherheit bei anstehenden Veränderungen. Dies zumindest ist die Ansicht von Jürgen Ullram, Personalleiter bei Pepperl & Fuchs, Mannheim: „Wir haben die Erfahrung gemacht, daß Veränderungsprozesse durch Prozeßbegleitung besser unterstützt werden können als ohne“, so Ullram.

Ob ein Unternehmen die Rolle des Prozeßbegleiters intern besetzt oder sich Hilfe von außen holt, kommt auf das jeweilige Projekt und auch auf das Unternehmen an. Die Henkel KGaA, Düsseldorf, z.B. erwartet von einem Prozeßbegleiter unter anderem technisches Know-how…
Autor(en): Petra Walther
Quelle: managerSeminare 30, Januar 1998, Seite 74-81
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