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Produktivität und Wetter

Regen rechnet sich

Schlechtes Wetter steigert die Produktivität. Diesen Schluss zieht Francesca Gino von der Harvard Business School aus zwei Studien. In der ersten verglich die Wirtschaftsprofessorin Daten zur Arbeitsleistung von 111 Mitarbeitern einer Bank in Tokio mit dem dortigen Wetter. Ergebnis: Wenn es regnete, neblig war oder kalt, hatten die Beschäftigten nicht nur einen größeren Output, sondern machten auch weniger Fehler. Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, konzipierte Gino im Rahmen der zweiten Studie ein Experiment. Das führte sie einmal an einem sonnigen Tag durch und einmal an einem Regentag. Die Probanden, insgesamt 136 ihrer Studenten, teilte sie jeweils in zwei Gruppen ein. Den Studenten der einen Gruppe zeigte die Forscherin Bilder mit Outdoor-Aktivitäten wie Segeln, Schwimmen und Wandern und bat sie, an einem dieser Bilder anknüpfend von einem schönen Sommererlebnis zu berichten. Die Mitglieder der anderen Gruppe forderte sie auf, einen gewöhnlichen Arbeitstag zu schildern. Danach mussten alle verschiedene Fragebogentests absolvieren, bei denen vor allem die Konzentrations- und Merkfähigkeit abgeklopft wurde. Deutlich am besten schnitt die Gruppe ab, die an dem Regentag den gewöhnlichen Arbeitsalltag beschrieben hatte. Die anderen drei Gruppen performten ungefähr gleich gut. Die Schlussfolgerung, die Studienleiterin Gino aus diesem Ergebnis zieht. 'Die Mitarbeiter sind bei schlechtem Wetter mehr bei der Sache, weil sie nicht permanent darüber nachdenken, was sie jetzt lieber draußen unternehmen würden.' Insofern sollten Führungskräfte bei der Terminierung von Aufgaben den Wetterbericht durchaus im Blick haben, heißt es in der Studie. Idealerweise lege man sensible und komplexe Projekte in Schlechtwetterperioden.
Autor(en): (ama)
Quelle: managerSeminare 176, November 2012
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