Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Denken hilft!

Perspektivenwechsel lernen

Bitter, aber wahr: Viele Mitarbeiter tun nur das, was ihnen nötig erscheint, und denken nicht an die Ziele der Firma. Dabei sind sie nicht unwillig, meint Thilo Baum. Sie 'machen sich nur keinen Kopf' und merken das noch nicht einmal, so die These des Beraters. Eine Analyse, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter zum Mitdenken bewegen – zum Wohl des Unternehmens, der Kollegen und vor allem: der Kunden.


kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 9,80 EUR

Der junge Kollege ist gut gelaunt und motiviert und freut sich über seinen neuen Arbeitsplatz. Nun soll er für die Besprechung ein Flipchart holen. Was tun? In allen anderen Besprechungsräumen werden die Flipcharts gebraucht. Eine Kollegin auf dem Flur rät ihm: 'Frag den Hausmeister!' Und tatsächlich findet sich im Keller noch ein Flipchart. Stolz bringt es der junge Kollege ins Meeting. Die Kollegen werden staunen: Wie gut er sich schon in der Firma zurechtfindet! Doch angekommen, erwarten ihn statt Anerkennung Gelächter und Gespött: Was soll die Gruppe mit einem Flipchart anfangen, wenn der junge Kollege weder Papier noch Stifte mitbringt?

Ein Flipchart war gefragt, ein Flipchart hat er gebracht. Tatsächlich arbeiten viele Leute so militärisch und lassen Papier und Stifte bewusst weg, wenn sie nicht Teil des Befehls waren. Das ist 'Dienst nach Vorschrift' in seiner böswilligen Ausprägung. Doch der junge Kollege hat Papier und Stifte keineswegs aus sturer Analogie zur Ansage weggelassen. Er hat einfach nicht daran gedacht. Er hat nicht mitgedacht. Er dachte nur an das, was er holen sollte, aber nicht an das, was die Kollegen damit brauchten.

Das Beispiel ist kein Einzelfall, im Gegenteil. Ob es nur um ein Flipchart geht oder um ein wichtiges Gespräch mit einem Lieferanten: In Unternehmen wird zu wenig mitgedacht, zu wenig nachgedacht. Wir denken gerne nur an unseren unmittelbaren Job oder Auftrag – aber nicht darüber hinaus. Wir verharren in unserer Perspektive – und sehen nicht, welche Perspektive unser Gegenüber hat und was es in seiner Situation gerade braucht. Die Krux: Wir merken noch nicht einmal, dass wir in uns selbst gefangen sind. Das kostet die Unternehmen Zeit und oft genug auch Geld.

Extras:

  • Mitdenken in der Unternehmenskommunikation: So gelingt der Perspektivenwechsel hin zur Kundensicht
  • Vom intuitiven über das pragmatische zum ästhetischen Auge: Mit zehn Augen zu neuen Sichtweisen
  • Service: Kurzrezensionen von drei Büchern über Mitdenken im Unternehmen und Hinweis auf zwei ergänzende Videos auf YouTube

Autor(en): Thilo Baum
Quelle: managerSeminare 171, Juni 2012, Seite 32 - 38 , 23954 Zeichen

ANZEIGE

Suche im Archiv

Weitere Informationen zum Thema


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier