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Übersicht AnsprechpartnerMitarbeitergespräche sind in vielen deutschen Unternehmen ein fester Bestandteil der Personalführung: Sie sollen die Motivation fördern, Potenziale aufzeigen und die Zusammenarbeit stärken. Jedoch neigen viele Führungskräfte dazu, sich in der praktischen Umsetzung und Nachbereitung solcher Gespräche wenig Mühe zu geben. Das zeigt eine aktuelle Studie der Königsteiner Gruppe, für die 1.073 Beschäftigte aus Deutschland befragt wurden. Fast ein Viertel von ihnen (23 Prozent) beklagte sich darüber, dass ihre Führungskraft sich im letzten Gespräch zu wenig Zeit genommen habe, und jeder Fünfte (20 Prozent) monierte eine unzureichende Vorbereitung seiner Führungskraft.
Darüber hinaus kritisierte etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent), dass die Führungskraft sich nicht um die Erstellung eines für beide Seiten zugänglichen Gesprächsprotokolls kümmerte. Und nur 30 Prozent der Beschäftigten erhielten einen konkreten Entwicklungsplan. Die Studienautoren weisen darauf hin, dass solche Defizite während oder nach einem Mitarbeitergespräch weitreichende negative Folgen haben können: Die Gespräche können nicht nur ihre Wirkung verlieren, sondern auch dazu führen, dass die Mitarbeitenden sich nicht wertgeschätzt fühlen. Im schlimmsten Fall verlassen sie das Unternehmen. Zumindest gaben 13 Prozent der Beschäftigten in der Befragung an, dass sie sich aufgrund des aus ihrer Sicht schlechten Gesprächsprozesses aktiv nach einem neuen Arbeitgeber umsehen.
Beitrag von Janine Dengel aus managerSeminare 331, Oktober 2025