Management

Personalentwicklung in Russland

Wildes Terrain

Russland ist zum Top-Markt für ausländische Investoren avanciert. Weil gut ausgebildetes einheimisches Personal knapp ist, gewinnt die Personalentwicklung für diese und auch einheimische Betriebe zunehmend an Bedeutung. Immerhin hat sich mittlerweile auch ein bunter russischer Trainingsmarkt entwickelt, aus dem die Unternehmen schöpfen können. Russlandexpertin Dr. Heike Pfitzner beschreibt seine Kennzeichen.
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Seit drei bis vier Jahren tobt ein Kampf auf dem russischen Arbeitsmarkt: der Kampf um gut ausgebildetes Personal. Denn Russland - das größte Flächenland der Erde und seit 1999 die dynamischste Volkswirtschaft Europas mit Wachstumsraten von fünf bis sieben Prozent - ist voll von ausländischen Investoren. Investoren, die sich von der oft unklaren Rechtslage, dem hohen Grad der Beamtenkorruption und den nicht selten verworrenen Entscheidungswegen nicht schrecken lassen, sondern die Chancen nutzen, die ein Markt wie Russland bietet: 142 Millionen Einwohner garantieren eine anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Konsumgütern, nach Exportgütern und nach Know-how.

Deutschland ist der größte Gesamtinvestor in Russland und hält die Spitzenposition unter den Handelspartnern. In den 90er Jahren setzten die meisten deutschen Firmen auf Handelskontakte, Joint Ventures oder den Aufbau einer Filiale, die oft von einem deutschen Expatriate geleitet wurde. Seit 2001 entstehen größere Tochterunternehmen vor Ort und werden eigene Produktionsstätten errichtet, besonders in der Automobilbranche.

Der Handel weitet sich aus. So eröffnet die Metro-Gruppe im Winter 2006 ihren „Media Markt“ gleich an drei Standorten. Doch in den europäischen Ballungszentren des Landes, allen voran Moskau und St. Petersburg, investieren nicht nur deutsche Unternehmen. Die Konkurrenz ist groß und deshalb auch das Gerangel um preiswertes Land, eine geeignete Infrastruktur und geeignetes Personal.

Besonders letzteres ist schwer zu finden: Faktisch gibt es derzeit kein freies Personal mehr auf dem russischen Arbeitsmarkt, das für ausländische Investoren interessant ist.

Extras:
  • Checkliste: Zehn Punkte, auf die Unternehmen und Trainingsanbieter achten sollten, wenn sie das Angebot eines russischen Weiterbildners nutzen wollen bzw. einen russischen Kooperationspartner suchen.
  • Anbieter-Übersicht: Die bekanntesten russischen und ausländischen Trainingsunternehmen in Russland.
  • Medien-Übersicht: Zehn auf den Personalbereich spezialisierte russische Journale.
  • Medien-Übersicht: Neun auflagenstarke russische Zeitungen, die Stellenanzeigen veröffentlichen und gute Artikel aus dem Personalbereich bieten.
Autor(en): Heike Pfitzner
Quelle: managerSeminare 105, Dezember 2006, Seite 64-68
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