Management

Personalentwicklung in KMU

Personalentwickler auf Abruf

Zu teuer und zu aufwendig - das sind die Argumente, mit denen sich viele kleine und mittelständische Unternehmen gegen eine professionelle Personalentwicklung entscheiden. Doch die Einwände sind nicht stichhaltig. Denn es gibt eine kostengünstige und organisatorisch überschaubare Lösung: KMU können einen Verbund gründen und sich die Dienstleistung eines Personalentwicklers teilen.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
“Ohne einen Anstoß von außen kommen Personalentwickungs-Prozesse in kleinen und mittleren Unternehmen häufig nicht in Gang, ein Externer muss das einleiten', weiß Barbara Mohr, Projektleiterin im Bereich Bildungsforschung bei der bfz gGmbH in Nürnberg. Der Grund für den nötigen Anschub sei nicht nur in der Antriebsschwäche der Unternehmen zu suchen. Mohr kennt auch viele Fälle, in denen kleinere Unternehmen, die sich an das Thema Personalentwicklung herantasten möchten, einfach nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Den Verantwortlichen in den Unternehmen müssen nach Ansicht Mohrs daher zunächst einmal die verschiedenen Instrumente der Personalentwicklung und Weiterbildung sowie die entsprechenden Einsatzgebiete erklärt werden - eine Aufgabe, die die bfz über ihre Mitarbeiter selber leistet. 'Wir wollen besonders über Möglichkeiten flexibler Lernformen wie e-Learning, Mentorenmodelle oder informelles Lernen informieren', erklärt Mohr das Ziel des im Juli 2002 gestarteten Projekts 'KMU Lernnetz'.

Wege zu finden, mittelständische Unternehmen an eine systematische Personalentwicklung heranzuführen - das nämlich haben sich Institutionen wie die Bildungszentren der bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH oder auch das IW Köln zur Aufgabe gemacht. Ihre Idee: Unternehmen bilden Verbünde, beauftragen einen einzigen Personalentwickler, der für alle Verbundpartner zuständig ist, und nehmen je nach Bedarf individuelle Maßnahmen des Personalentwicklers in Anspruch. Zudem soll der Verbund dazu dienen, dass die angeschlossenen Partner mit- und voneinander lernen. Für die Unternehmen besonders leicht finanzierbar wird die Sache dann, wenn sie öffentlich gefördert wird. Um all das zu verwirklichen, initiieren die Institutionen entsprechende Projekte.

Extras:
  • Info-Kasten: Modelle für PE im Verbund – verschiedene Lösungen zur Finanzierung und Verteilung der PE-Kapazitäten.
  • Info-Kasten: Welchen Nutzen hat PE im Verbund für die Unternehmen?
  • Übersicht: Anlaufstellen für Unternehmensverbünde, ihre Aktionen und Ziele.
Autor(en): Andrea Engel
Quelle: managerSeminare 62, Januar 2003, Seite 80-88
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben