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Persönlichkeitsprofil DISG

Umbenannt und modifiziert

Die Persolog GmbH aus Remchingen hat ihren Persönlichkeitstest DISG umbenannt. Statt DISG (kurz für die gemessenen Dimensionen „Dominanz“, „Initiative/Interaktion“, „Stetigkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“)

Die Persolog GmbH aus Remchingen hat ihren Persönlichkeitstest DISG umbenannt. Statt DISG (kurz für die gemessenen Dimensionen „Dominanz“, „Initiative/Interaktion“, „Stetigkeit“ und „Gewissenhaftigkeit“) heißt das Tool nun Persolog Persönlichkeitsprofil. „Die Namensänderung bedeutet nicht, dass sich etwas Grundsätzliches geändert hat“, betont Friedbert Gay, geschäftsführender Gesellschafter von Persolog. Zwar ist der Test durch weitere Studien vor allem in puncto Treffsicherheit der Items optimiert worden. „Deshalb wäre aber noch keine Namensänderung fällig gewesen“, erklärt Gay. Er widerspricht zudem Vermutungen, dass die Änderung etwas mit der Kritik zu tun hat, der das Tool voriges Jahr ausgesetzt war. Gleichwohl gibt es laut Gay für die Abkehr vom alten Namen viele Gründe. Einer davon: ein Streit um die Namensmarkenrechte mit Inscape Publishing (ehemals: Carlson Learning Company) aus Minneapolis. Dem Unternehmen also, dem der ursprüngliche Entwickler des Tools, Professor John Geier von der Universität Minnesota sein „Personal Profile System“ im Jahr 1984 verkauft hat. „Im Vertrag stand damals, dass Carlson Learning das Material in alter Form weiterverkauft, und dass Professor Geier das Recht der Weiterentwicklung und -vermarktung hat“, betont Gay. Was Persolog seit 2004 anbietet, ist eine solche Weiterentwicklung des Profils durch Geier. Inscape offeriert dagegen das Tool in seiner ursprünglichen Form und ist im Besitz mehrerer Wortbildmarken, die mit der Schreibweise DiSC und der Benutzung eines bestimmten Fonts verknüpft sind. Die hiesigen Gerichte sind nun schon in zweiter Instanz zu dem Schluss gekommen, dass das deutsche DISG diesem Markennamen zu nah ist. Persolog selbst indes bezweifelt nach wie vor, dass Inscape überhaupt ein Markenschutz zusteht.

Dass die jetzige Namensänderung eine Flucht nach vorn sei, bestreitet Gay denn auch. „Der juristische Streit war nur ein Anstoß für uns, die überfällige Änderung in Angriff zu nehmen“, beteuert der Firmenchef. Der Hauptgrund dafür nämlich sei in der Internationalisierung des Unternehmens zu suchen. „In Dänemark hieß das Profil DISK, in Großbritannien DISC, in Deutschland DISG“, nennt Gay Beispiele für eine irritierende Namensvielfalt. Hinzu komme, dass sich Persolog von einer Fülle ähnlicher Angebote abgrenzen wolle, die alle auf die Urform von Geier zurückgingen, doch im Unterschied zum Persolog-Tool nicht weiterentwickelt worden seien. Fragt sich nur, ob die Irritationen nun nicht eher zu- als abnehmen. Denn zwar unterstützt Persolog die Trainer und Berater, die eine DISG-Zertifizierung erworben haben, und versorgt sie auf Wunsch mit neuen Logos, Flyern usw. Allerdings ist erst einmal kein Trainer gezwungen, sich umzubenennen. So könnte es nun Persolog-zertifizierte DISG-Anbieter, Persolog-zertifizierte Persolog Persönlichkeits-Profil-Anbieter und andere DISG-Anbieter, die nichts mit Persolog zu tun haben, am Markt geben ...
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 121, April 2008
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