Management

PE und Persönlichkeitsentwicklung

Personal oder Persönlichkeiten entwickeln?

Viele Führungskräfte delegieren die Verantwortung für die Entwicklung ihrer Mitarbeiter auf untere Hierarchie- und Abteilungsebenen. Im Ergebnis ärgern sie sich über wenig motiviertes 'Personal', wo sie sich unternehmerisch denkende Mitarbeiter wünschen würden. Wie sollen diese Mitarbeiter aber unternehmerisch denken lernen, wenn der Kontakt zur Führungsspitze und deren Tätigkeitsbereich im Dunkeln liegt?
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Von allen Seiten ist zu hören, eine gute 'Personalentwicklung' sei von existentiell wichtiger Bedeutung für erfolgreiche Unternehmen. Auch existieren inzwischen hunderte von Fachbüchern zu diesem Thema. Die meisten sind von Personalentwicklern geschrieben, von Praktikern also, und enthalten viele wertvolle Gedanken zu diesem Thema. Wie kommt es, daß so wenige dieser guten Anregungen in die Unternehmens-Praxis umgesetzt werden?

Als Unternehmensberater und Management-Trainer muß ich seit vielen Jahren leider immer wieder die traurige Tatsache feststellen, daß die meisten Firmen weit davon entfernt sind, eine funktionierende oder gar die Mitarbeiter motivierende 'Personalentwicklung' zu betreiben.

Ein Unternehmen ist umso erfolgreicher, je mehr unternehmerisch denkende und handelnde Mitarbeiter es hat. Diese Binsenweisheit wird von vielen Geschäftsführern laufend betont. Wie kommt es dann, daß die zentrale Führungsaufgabe, Menschen (Arbeiter und Angestellte) zu eben diesen unternehmerisch handelnden 'Mit'-Arbeitern zu entwickeln, 'Personalentwicklern' auf der dritten, vierten oder gar fünften 'hierarchischen' Verantwortungsebene anvertraut wird? Wieso kümmern sich so wenige Inhaber, Vorstände und Geschäftsführer ganz persönlich um dieses Thema von unternehmenspolitischer Bedeutung? Wieso delegieren sie es an zumeist 25- bis 40-jährige Idealisten, sogenannte Führungsnachwuchskräfte? Und weshalb übertragen sie ihnen nicht die notwendige Entscheidungskompetenz und Verantwortung für ihre wichtige Aufgabe?…
Autor(en): Rudolf A. Schnappauf
Quelle: managerSeminare 08, Juli 1992, Seite 66-67
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