Lernen

Open Content

Kursmaterialien zum Selbstbedienen

Die Bewegung heißt 'Open Content' und hat aus dem Internet einen Selbstbedienungsladen für Weiterbildungswillige gemacht: Powerpoint-Präsentationen finden sich bei Slidestar, Fotos bei Flickr, Kursmaterialien in den Datenbanken der Hochschulen. Ist Open Content eine Konkurrenz für Trainer? Nein, sagen Experten. Sie raten den Trainern vielmehr, selbst Gratis-Angebote ins Netz zu stellen.
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Es ist der weltweit größte Selbstbedienungsladen für Wissen: 1.900 Kurse stehen zur Auswahl – die Themen reichen von 'Grundlagen der Möbelproduktion' bis zur 'Marketing-Strategie'. Und das Beste: All dieses Wissen bietet das Massachusetts Institute of Technology (MIT) kostenlos an. Vor gut zehn Jahren begann die renommierte Hochschule, Kursmaterialien ins Netz zu stellen. Mittlerweile besuchen pro Monat über zwei Millionen überwiegend junge Surfer das Angebot und 'saugen' sich Lernmaterialien, wie es im Netz-Jargon heißt.

Dabei ist das MIT nur der Leuchtturm in einem Meer von Gratis-Angeboten. Über 200 Universitäten weltweit sind dem sogenannten Open Courseware Consortium beigetreten und verschenken im Netz, was vormals nur zahlende Studenten im Hörsaal genießen konnten. Und das letzte Wissen, was Institution und Firmen noch zurückhalten, produzieren im Zeitalter des Mitmach-Netzes die Nutzer einfach selbst: Wikipedia weiß mehr Antworten als der gedruckte Brockhaus. Freie Wörterbücher wie Dict.cc helfen bei der Übersetzung ins Englische. Und Lernplattformen wie Busuu oder Livemocha, auf der sich die Nutzer gegenseitig Sprachen beibringen, machen dem teuren Kurs bei Berlitz Konkurrenz.

Für Wissen zu bezahlen dagegen scheint ein Auslaufmodell zu sein. Open Content heißt das Schlagwort der Stunde: Inhalte sind heutzutage für Jedermann zugänglich und selbstverständlich kostenlos. 'Verschenke, wofür andere Geld verlangen', hat der Internetpionier Marc Andreesen einmal das oberste Gebot des Internet formuliert. Auch in der Weiterbildungsbranche scheint dieses Gesetz mittlerweile zu gelten. Jedenfalls wächst auch hier das Umsonst-Universum ständig. Aber gefährdet die kostenlose Konkurrenz wirklich Trainer und Anbieter von Inhalten? Oder können Weiterbildungsprofis von Open Content womöglich sogar profitieren?


Extras:
  • Mit Gratis-Inhalten im Netz punkten: Wie Trainer mit Open Content erfolgreich sein können
Autor(en): Constantin Gillies
Quelle: managerSeminare 136, Juli 2009, Seite 60-63
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