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Neues Masterprogramm

Studium gegen den Tunnelblick

Dem Silodenken im Management will der neue Studiengang Intersektorale Führung & Governance entgegenwirken. Das berufsbegleitende Masterprogramm der Zeppelin University (ZU) aus Friedrichshafen und der F.A.Z. Executive School richtet sich an Nachwuchsführungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Medien, Verbänden und Zivilgesellschaft. Das ehrgeizige Ziel besteht darin, Leadership-Nachwuchs heranzubilden, der aufgrund intersektoralen Denkens in der Lage ist, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln: von der Energiewende über die Neuregelung des Finanzsystems bis hin zur Frage, wie Mobilität in der Zukunft aussehen kann. Diese Themen anzugehen, liegt nicht nur im Interesse der Gesellschaft, sondern auch im Interesse vieler Unternehmen, betont ZU-Präsident Stephan A. Jansen. 'Denn diese gesellschaftlichen Probleme sind in der Regel Anlässe für große Geschäftsmodelle.' Geschäftsmodelle, die jedoch keine Firma im Alleingang aufsetzen könne. 'Wer heute im Mobilitäts-, Energie-, Sicherheits- oder Gesundheitsbereich arbeitet, muss vielmehr davon ausgehen, dass der Staat, dass soziale Bewegungen und Medien immer mitreden. Lösungen liegen daher immer in einem klugen institutionellen Design zwischen den Sektoren', so Jansen. Manager, die den Fokus nur auf ihrem Geschäft haben, laufen dagegen Gefahr, in die Sackgasse zu geraten. Exemplarisch lasse sich das derzeit in der Energiebranche be­obachten, meint Jansen: Im Zuge der Energiewende gerieten dort Kernkraftwerksbetreiber in Bedrängnis, die sich bisher stets auf ihrem Geschäftsmodell ausgeruht und soziale Bewegungen seit den 1970er-Jahren immer nur belächelt hatten, statt sie in ihr Denken einzubeziehen.

Das neue Studienprogramm startet im Herbst 2014. Es gliedert sich in zwölf fünftägige Seminare. Zwischendurch bearbeiten die Teilnehmer in gemischten Projektgruppen gesellschaftliche Fragestellungen ihrer Wahl. Außerdem steht eine Reise nach Brüssel auf dem Programm. Es werden Kamin­abende veranstaltet und intersektorale Praxiswechsel empfohlen. Denn auch das ist Ziel des Curriculums: erste Bande zu Managerkollegen aus anderen Bereichen aufbauen, die auch später noch tragen sollen.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 193, April 2014
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