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Spirale in den Abgrund

Mysterium Burnout-Syndrom

Lange Zeit sprach niemand darüber, heute ist der Begriff in aller Munde: Burnout dient mittlerweile als Sammelbegriff für alle möglichen Formen seelischer Leiden. Das Thema wurde hierdurch zwar von vielen Stigmata befreit. Gleichzeitig florieren jedoch falsche Annahmen über die vermeintliche Managerkrankheit. Burnout-Experte Jörg-Peter Schröder erklärt Hintergründe und Ursachen.

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Früher war es der Säbelzahntiger, heute zählen E-Mails, Meetings und Konflikte für viele Menschen zu den größten Stressfaktoren. Die physiologischen Abläufe, die durch Stress beim Menschen ausgelöst werden, sind jedoch damals wie heute gleich. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine neuro-biochemische Rückkoppelung. Dabei aktiviert in Sekundenschnelle eine Hormonausschüttung die Muskulatur, so dass der Mensch in die Lage versetzt wird, zu fliehen oder anzugreifen, um einer möglichen Bedrohung Herr zu werden. Dabei werden schnell Energiereserven mobilisiert, in dem etwa die Verdauung, das Immunsystem oder der Sexualtrieb deaktiviert werden. Stress spornt uns also zunächst an. Ist die Gefahr überstanden, braucht der Körper jedoch eine Ruhephase, um danach wieder leistungsfähig zu sein.

Stehen Anspannung und Erholungsphasen nicht mehr im Gleichgewicht, gerät der Körper in einen Daueralarmzustand und kann seine Energiereserven nicht mehr regenerieren. Zudem ist das Stresshormon Cortisol dauerhaft erhöht, was wiederum eine Schwächung des Immunsystems nach sich zieht. Die Folgen können Erschöpfung, Unruhe, permanente Anspannung, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Reizdarm, Depressionen, Bluthochdruck und sogar Herzinfarkt sein. Chronische Belastungen und fehlende Momente der Regeneration können folglich zu einer psychosomatischen Erkrankung führen. Allerdings bedeutet nicht jedes Auftreten von Stresssypmtomen automatisch einen Burnout.

Obwohl der Begriff in der öffentlichen Wahrnehmung mittlerweile den Status einer Volkskrankheit hat, sind sich Experten über die Einordnung und Diagnose von Burnout noch immer uneins. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist, dass es bisher keine objektiven Parameter zur Diagnostik von Burnout gibt, sondern lediglich Selbstbeurteilungsbögen unterschiedlicher Qualität und Aussagekraft.

Extras:

  • Hebel gegen Burnout: Präventionsansätze auf drei Ebenen
  • Anlaufstellen bei Burnout: Diagnose- und Therapiemöglichkeiten
  • Literaturtipps: Fünf Bücher über die Ursachen und die Prävention von Burnout

Autor(en): Jörg-Peter Schröder
Quelle: managerSeminare 176, November 2012, Seite 4 - 8 , 15197 Zeichen

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