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Der entfesselte Kapitalismus

Moralisches Missverständnis

Ulf D. Posé ist Ehrenpräsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. Für managerSeminare wirft er in seiner Kolumne 'Der ethische Kompass' regelmäßig einen kritischen Blick auf unser tägliches Handeln in Wirtschaft und Beruf, hinterfragt die Normen, die uns dabei leiten, und stellt allgemein akzeptierte Wertvorstellungen auf den Prüfstand.

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Die kriegen den Hals nie voll. Diese Turbokapitalisten. Rausholen, was drin ist, und dann den Laden dicht machen. So oder so ähnlich lautet die landläufige Meinung über die Wirtschaftsbosse, die Heuschrecken und die Marktradikalen, die nur auf die Rendite und den Aktienkurs schauen. Arbeitsplätze werden allenfalls noch in China geschaffen, während man hier drei Millionen Arbeitslose und einen ausufernden Billiglohnsektor schon als Jobwunder bezeichnet. Darüber kann man sich empören. Schuld sind aber nicht irgendwelche ominösen Dunkelmänner eines entfesselten Kapitalismus. Im Gegenteil.

Arbeit entsteht überhaupt erst durch den kapitalistischen Faktor schlechthin: den Markt. Arbeitsplätze werden geschaffen, weil Produkte produziert, angeboten, nachgefragt werden. Der Wettbewerb zwingt die Unternehmen, ihre Produktionsbedingungen fortwährend zu optimieren, wodurch immer weniger Arbeit benötigt wird, um ein Produkt herzustellen, und Arbeitsplätze abgeschafft oder ins Ausland verlagert werden. Das alles geschieht völlig unabhängig davon, was die Kapitaleigner – also die vielgescholtenen Kapitalisten – tun, sondern folgt einfach der Logik des Marktes. Einziges 'Verbrechen' der Kapitalisten ist es, dieser Marktlogik zu folgen.

Autor(en): Ulf D. Posé
Quelle: managerSeminare 199, Oktober 2014, Seite 39 - 39 , 3738 Zeichen

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