Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Mythos weiße Weste

Moral im Management

Je höher eine Führungskraft aufsteigt, desto schwerer ist es für sie, einen unbescholtenen Ruf zu behalten. Manager stehen in der öffentlichen Meinung unter Generalverdacht, moralisch verwerflich zu handeln. Wie kommt das? Ist das Bild der Öffentlichkeit verzerrt? Oder macht sich jeder gute Manager unweigerlich die Hände schmutzig? Führungskräfte-Berater Michael Paschen mit verblüffenden Antworten auf unbequeme Fragen des Managements.


kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 12,80 EUR

Das Nachrichtenmagazin Spiegel stellt im Internet unter www.spiegel.de einen aktuellen Nachrichtendienst bereit. Jeder Artikel ist kommentierungsfähig, das heißt, dass die Leser eigene Kommentare ergänzen können. Wer sich einmal die Mühe für ein Experiment macht und die Kommentare zu all jenen Artikeln der vergangenen Wochen liest, die explizit über einen Politiker oder Wirtschaftsführer verfasst sind, sieht schnell: Etwa 90 Prozent der Kommentare enthalten eine kritische oder sogar extrem kritische Bewertung der Person, über die berichtet worden ist. 'Hochgradig inkompetent' ist das mildeste Urteil, 'moralisch verkommen und egoistisch' ist das typische Urteil über die Mächtigen.

Natürlich: Nur die aktuellen Kommentare von Spiegel-online-Lesern unter die Lupe zu nehmen, ist eine kleine, empirisch nicht abgesicherte Analyse. Doch unterfüttern die Statements eine verbreitete Wahrnehmung: Personen mit Macht haben es schwer, in moralischer Hinsicht als positiv wahrgenommen zu werden. 'Macht macht korrupt', lautet denn auch ein bekannter Spruch. Doch wie kommt es zu dieser Negativ-Einschätzung? Und was ist an ihr dran? Um das zu entschlüsseln, gilt es, die Aufgabe und Funktion der Mächtigen näher zu betrachten.

Wer viel Macht hat, kann und muss Entscheidungen treffen. Haben Sie als Führungskraft wenig Macht, sind von Ihren Entscheidungen nur wenige Menschen betroffen, haben Sie viel Macht, sind von Ihren Entscheidungen viele Menschen betroffen. Die schmerzhafte Erkenntnis ist: Wenn Sie als Führungskraft in einem Kontext mit begrenzten Ressourcen operieren, dann können Sie der Welt niemals nur Nutzen bringen – Sie bringen der Welt immer Nutzen und Kosten. Jeder Nutzen, den Sie stiften, hat einen Preis. Ob Sie beispielsweise als Politiker die Steuern anheben oder absenken, ist egal – bestimmten Personen bringen Sie einen Nutzen, andere müssen für diesen Nutzen bezahlen.

Extra:

  • Literaturtipps: Kurzrezensionen zweier Bücher über Führung und ethisches Management sowie Hinweis auf mehrere Fachartikel über Zusammenhänge zwischen Macht und Ethik

Autor(en): Michael Paschen
Quelle: managerSeminare 198, September 2014, Seite 18 - 22 , 18750 Zeichen

ANZEIGE

Suche im Archiv


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier