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Moderation

Gruppenprozesse steuern

Moderationsmethode - ja die kennen wir. Ist das nicht die Methode mit den bunten Kärtchen? So oder ähnlich könnte es aus dem Munde eines seminar- und workshoperprobten Teilnehmers klingen. Doch die Moderationsmethode hat viel von dem anfänglich Betulichen, von der Birkenstock-Mentalität und den Sitzkissen am Boden verloren. Sie ist heute in technischen und in sozialen Bereichen etabliert, in feinen Besprechungsräumen und an der Werkbank präsent.
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Die Moderationsmethode ist längst den Kinderschuhen entwachsen und hat sich in Training und Personalentwicklung gleichermaßen für das zielgerichtete Arbeiten in Gruppen bewährt. Als ein ganzheitlicher Ansatz zum prozess- und ergebnisorientierten Führen von Gruppen ist sie heute aus vielen Groß-, Mittel- und Kleinbetrieben nicht mehr wegzudenken.

Kaum eine Methode hat die Trainings-und Workshoplandschaft, Besprechungskulturen und Problemlösungsansätze so beeinflusst. Ausgehend von der Moderation überschaubarer Gruppen wird sie heute unter der Bezeichnung Open Space auch in Großveranstaltungen wie Zukunftswerkstätten und Marktplätzen angewandt. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ist sie als die innovative Methode für das Arbeiten in und mit Gruppen im Einsatz.

Die Moderationsmethode wurde vor etwa 30 Jahren entwickelt. Wir erinnern uns: es war die Zeit der 68er, es war die Zeit des Protestes gegen eingefahrene Strukturen in Gesellschaft und Wirtschaft. Studenten und gesellschaftskritische Kräfte äußerten den Wunsch nach mehr Beteiligung an Entscheidungsprozessen, Demokratisierung der Hochschulen und anderer gesellschaftlicher Institutionen.

Das Quickborner Team um Eberhard Schnelle mit Einhard Schrader, Karin Klebert und Wal-ter G. Straub, dessen Ausbildung ich Jahre später beim Comteam genießen sollte, experimentierten mit Methoden: einer Mischung aus Planungs- und Visualisierungstechniken, aus Gruppendynamik und Gesprächsführung, Betriebs- und Organisationslehre, in Anlehnung an die Erkenntnisse der humanistischen Psychologie. Dabei rückten die Techniken mehr und mehr in den Hintergrund und die Haltung des Moderators wurde zum Dreh- und Angelpunkt.
Autor(en): Elisabeth Eulenstein
Quelle: management&training 06/00, Juni 2000, Seite 12-14
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