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Mitarbeiterbefragung

Vertrauen in Führungskräfte ist groß

Wen fragt man zuletzt, wenn man im Job nicht weiterweiß? Wahrscheinlich den eigenen Chef, schließlich soll der nicht wissen, dass man etwas nicht weiß oder nicht kann. Könnte man meinen, ist aber nicht so. In einer Forsa-Studie im Auftrag der Haufe Akademie gaben 39 Prozent der mehr als 1.000 befragten Beschäftigten an, ihre Führungskraft sei bei Unsicherheiten oder Problemen ihr erster Ansprechpartner. Zwar wenden sich erwartungsgemäß die meisten – knapp jeder Zweite – bei Fragen zuerst an die Kollegen. 'Trotzdem zeugt das Ergebnis von einem hohem Vertrauen der Mitarbeiter in ihre Führungskräfte', sagt Jörg Schmidt, einer der Geschäftsführer der Haufe Akademie. Dieses Vertrauen bringt Schmidt zufolge jedoch nicht ausschließlich Vorteile. 'Es besteht die Gefahr, dass die Mitarbeiter durch häufiges Nachfragen und Rückdelegation von Verantwortung ihre Führungskraft überlasten.' Um dem entgegenzusteuern, müssten Führungskräfte die Selbstständigkeit und Problemlösungskompetenz ihrer Mitarbeiter entwickeln. 'Ein solches Lerncoaching ist vor allem da gefragt, wo statische Hierarchien in agile Netzwerke überführt werden sollen – also in Zeiten des digitalen Wandels fast überall', so Schmidt.

Wen Beschäftigte zuerst um Unterstützung bitten:
Kollegen: 49%
die eigene Führungskraft: 39%
niemanden, sie suchen den richtigen Weg lieber alleine: 20%

Quelle: Forsa-Umfrage unter 1.009 Beschäftigten, Berlin 2015.
Autor(en): Andree Martens
Quelle: managerSeminare 217, April 2016
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