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Schluss mit dem Alltagshorror

Meeting-Kultur

Quälendes Absitzen. Endlosmonologe. Stickige Luft. Das sind die traurigen Attribute der Führungsplattform Meetings. Dabei steht die Wichtigkeit von Sitzungen und Besprechungen außer Zweifel. Doch kaum eine Führungskraft begreift Meetings als Umgebung, in der sie zu tun hat, wozu sie berufen ist: führen, strukturieren, Agenda setzen. Das Potenzial der Besprechungen wird so verschleudert. Woran liegt das? Und wie lässt es sich ändern? Ein Report.


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von managerSeminare
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Es ist mal wieder das große Gähnen. Finanzvorstand Tim fordert seine Kollegen auf, Seite 42 des Budgethandbuchs aufzuschlagen. Einer nach dem anderen trägt die Leistung seiner Abteilung vor. Die meisten haben mehr Geld verpulvert als im Vorjahr. Wo waren doch gleich die Folien mit den Grafiken hierzu? Kollege Jason hebt zum Monolog an, das kennen alle schon. Kollegin Herta möchte einen Aspekt noch einmal vertiefen, dafür muss doch Zeit sein. In einer Aktentasche klingelt ein Telefon, 'Entschuldigung, ich geh kurz dran'. Blicke wandern aus dem Fenster, ein Kinn fällt auf die Brust, Kollegen sacken zusammen. Die Luft im Konferenzsaal steht. Der ganz normale Meeting-Horror.

Sie gehören zum Alltag von Managern und Mitarbeitern, und doch kann sie kaum einer ertragen: Meetings. Eindrucksvoll schildert der US-Amerikaner Patrick M. Lencioni, Chef der kalifornischen Managementberatung 'the table group', in seinem Buch 'Tod durch Meeting' die nie enden wollenden Besprechungsrunden in vielen Firmen. Langweilig, unstrukturiert, thematisch überfrachtet, die Ödnis pur. Kein Wunder, dass sich nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die meisten Manager die endlosen Meeting-Marathons aus ihrem Businessalltag wegwünschen.

Dabei findet hier die eigentliche Arbeit einer Führungskraft statt, so Lencioni. Hier ist die Gelegenheit, die Einschätzung unterschiedlicher Abteilungen zu einem Thema zusammenzutragen, ein Stimmungsbild aufzunehmen, hier bilden sich die Grundlagen für strategische Entscheidungen, und hier müssen Führungskräfte das tun, wozu sie berufen sind: führen. Insofern, schlussfolgert der Berater, sei das Leiden am Meeting kein gutes Zeichen für die Führungskultur in vielen Unternehmen.

Extras:

  • Teilnehmerauswahl, Tagesordnungspunkte kategorisieren, Zeitbudget festlegen – acht Regeln für effizientere Meetings
  • Service: Kurzrezensionen von vier Büchern zum Thema Meetings, Workshops und Führungskommunikation sowie Hinweis auf eine Webseite mit Tipps und Tools für bessere Besprechungen

Autor(en): Anja Dilk
Quelle: managerSeminare 153, Dezember 2010, Seite 30 - 35 , 22009 Zeichen

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