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Managementumfrage

Deutschlands Chefs sind führungsmüde

Unter Deutschlands Managern grassiert die Führungsunlust. Vor allem Jüngere haben immer weniger Freude an Führungsaufgaben. So das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung Odgers Berndtson, an der sich 1.200 Führungskräfte beteiligt haben – gut zwei Drittel davon Unternehmens- oder Bereichsleiter. Laut Studienleiter Jürgen van Zwoll ist das Ergebnis des Manager-Barometers 2013 die Fortsetzung eines sich schon länger abzeichnenden Trends: 'Unsere Befragung zeigt seit Jahren eine zunehmende Führungsmüdigkeit unter deutschen Managern.' Für das Gros ist nicht die Führungsverantwortung der wichtigste Jobmotivator, sondern die Möglichkeit, eigene Stärken sinnvoll einzusetzen. Das gilt auch für die Älteren, nur dass sie tendenziell lieber führen als der Nachwuchs. Schlecht sieht es in puncto Führungswillen auch bei den Frauen aus: Bei ihnen kommt Führungsverantwortung erst an dritter Stelle der Motivationsfaktoren, die Arbeitsinhalte sind ihnen wichtiger. Studienleiter Zwoll findet die Er­­gebnisse alarmierend. Er appelliert an die Betriebe, individueller auf ihre Führungskräfte einzugehen, um Jobfrust zu verhindern.

Maßgeschneidertes motiviert

Denn laut Studie ist eine stärker individualisierte Personalarbeit genau das, was sich die Manager wünschen. Dazu gehört die Forcierung des Modells der Fachkarriere. Auch bei den Arbeitsbedingungen wird mehr Maßgeschneidertes gewünscht – vor allem seitens der jüngeren Führungskräfte: Sie legen gesteigerten Wert auf Arbeitsmöglichkeiten im Homeoffice und flexible Arbeitszeiten. Die Älteren dagegen wünschen sich vor allem eine leis­tungsgerechtere Vergütung. Auch beim Thema Weiterbildung dominiert der Wunsch nach persönlichem Zuschnitt: Die Mehrheit plädiert für mehr systematische Karriere- und Managementprogramme, knapp die Hälfte für einen Ausbau von Coaching-Offerten. Rund 38 Prozent halten Mentoringangebote für eine besonders angemessene Form der Förderung von Führungskräften. Über 80 Prozent der Manager sind überzeugt: Durch solch eine intensivere Betreuung würden Führungsposten attraktiver – auch für die führungsmüde Generation Y.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 191, Februar 2014
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