Lernen

Lernstile

Typgerecht trainieren

Die Seminarinhalte stimmen, die Tagesform des Trainers stimmt, der Raum ist okay - und trotzdem kommt das Training an einem bestimmten Tag nicht an. Wer das kennt, hat vermutlich das Wichtigste außer acht gelassen: die Individualität und den Lernstil der Teilnehmer. Woran erkennt man, wie welcher Teilnehmer bedient werden will? Und wie bringt man verschiedene Lern-Bedürfnisse unter einen Hut?
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Training ist ein rätselhaftes Geschäft: Mal kommt ein Führungsseminar in Kassel spitze an, während dasselbe Seminar zwei Wochen später in Frankfurt mit Pauken und Trompeten durchfällt. Mal merkt man als Trainer deutlich, wie es bei den Teilnehmern 'schnackelt', mal hat man das dumpfe Gefühl, dass man an den Leuten vorbeiredet - obwohl sich am Seminar selbst nichts geändert hat!

Und selbst, wenn man etwas ändert, ist man nicht vor Enttäuschungen gefeit wie das Beispiel von Peter Panzak zeigt. In einem Managementseminar kündigt der Trainer eine Gruppenarbeit an und bittet: 'Halten Sie die Ergebnisse der Gruppenarbeit fest!' Doch die Kleingruppen legen nicht, wie sonst üblich, fleißig los, sondern es prasseln Fragen auf den Trainer herunter: 'Was heißt festhalten? Auf Flipchart, auf Handzettel oder an der Metaplanwand? Nach welchen Kriterien was festhalten?' Durch diese Erfahrung gewitzt, kündigt Panzak dieselbe Gruppenarbeit drei Wochen später in einer anderen Firma anders an: 'Gruppenarbeitsergebnisse bitte auf Flipchart sichern, aber bitte nicht mehr als ein Blatt pro Gruppe und nach folgenden vier einheitlichen Kriterien... !' Daraufhin erntet er jetzt jedoch nur ironische Kommentare wie: 'Ach, ja..., und mit welchem Stift sollen wir bitte schreiben?'

Wie kommt es dazu? Und wie können Sie sich als Trainer oder Präsentator vor solchen Pannen schützen? Es klingt leichter als getan: indem Sie sich auf Ihre jeweilige Zielgruppe einstellen. Dabei kommt es eben nicht nur auf die Frage an, ob Sie Manager in einer bestimmten Branche, Vetriebsmitarbeiter oder Produktentwickler schulen und für diese Gruppen die passenden Beispiele und das passende Hintergrundwissen parat haben. Vielmehr gilt es, auch die Charaktersruktur und das Lernverhalten der jeweiligen Teilnehmer zu berücksichtigen.

Extras:
  • Trainingsrelevante Verhaltensmuster: Eckpunkte des Verhaltensspektrums, Erwartungen ans Seminar und Typenmerkmale von vier verschiedenen Teilnehmertypen, abgeleitet aus dem Myers-Briggs-Type-Indicator (MBTI).
  • Die vier Teilnehmerstile des Triathlon-Modells: Judgement, Intuition, Perceiving, Sensation.
  • Fax-Forum: Wie die Leser von managerSeminare zu unterschiedlichen Lerntypen stehen.
Autor(en): Gabriele Stöger
Quelle: managerSeminare 78, Juli 2004, Seite 56-61
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