Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Die Strategien der Natur

Krisenmanagement

Temperaturschwankungen, Erdbeben, Meteoriteneinschläge, Umweltverschmutzung – in den 3,8 Milliarden Jahren, in denen Lebewesen die Erde bewohnen, hatten sie quasi permanent Krisen zu meistern. Viele der Techniken, die Pflanzen und Tiere dafür entwickelt haben, versprechen auch in der Unternehmenswelt Erfolg, meint Gudrun Happich. Die Beraterin und Biologin zeigt, was Führungskräfte vom Krisenmanager Natur lernen können.


kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 9,80 EUR

In Krisenzeiten bricht in den Unternehmen oft hektische Betriebsamkeit aus. Etliche, nicht aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen werden ergriffen, um Umsatzeinbrüche aufzufangen und Verluste einzudämmen. Unkoordinierte Willkür, wie Kybernetiker es ausdrücken würden, übernimmt die Herrschaft in der Organisation. Das Ergebnis ist Chaos, das die Emotionen kochen lässt, die Produktivität dagegen einfriert.

Solch kontraproduktiver Aktionismus ist der Natur fremd. Im Gegensatz zur kulturellen Welt reagiert das System Natur auf Turbulenzen gelassen und überlegt. Den Grund dafür formulierte der berühmte Kybernetiker Frederic Vester einmal so: 'Schwierigkeiten, Krisen und Veränderungen sind in der Natur normal und nichts Besonderes.' Der Gelehrte hat Recht: Ob Eiszeiten, Erdbeben, Meteoriteneinschläge, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Waldbrände, radikale Eingriffe des Menschen oder auch körperliche Verletzungen – in den 3,8 Milliarden Jahren, in denen Lebewesen auf der Erde existieren, hatten sie quasi permanent Krisen zu meistern. Und die Strategien, die sie im Laufe der Zeit dafür entwickelt haben, lassen sich gleichermaßen auf die Unternehmenswelt übertragen.

Das Fundament, auf dem die natürlichen Krisenstrategien beruhen, ist – wenn man so will – die Einstellung der Natur zu Krisen. Während in den Unternehmen meist der Glaube vorherrscht, an den äußeren Bedingungen lasse sich etwas ändern, verschwendet die Natur keine Energie darauf, gegen das Unveränderliche anzukämpfen, wenn Krisen wie Naturgewalten hereinbrechen. Akzeptieren statt ankämpfen, heißt die natürliche Devise. Die Natur mag mit den Veränderungen auch nicht einverstanden sein, aber sie geht damit um, indem sie den Missstand integriert, also das Beste – und manchmal sogar noch Besseres – daraus macht.

Extras:

  • Krisenstrategien der Natur: Was Manager von der Natur lernen können
  • Service: Kurzrezension eines Buchs über Bionik im Management, Hinweis auf einen Fachartikel zum Thema sowie ein Linktipp

Autor(en): Gudrun Happich
Quelle: managerSeminare 136, Juli 2009, Seite 24 - 28 , 20100 Zeichen

ANZEIGE

Suche im Archiv


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier