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Kommunikation

In Kontakt mit den Bedürfnissen

Die Methode der 'Gewaltfreien Kommunikation', konzipiert von Marshall Rosenberg, basiert auf dem Wahrnehmen und Vermitteln der eigenen Bedürfnisse. Steckt hinter dieser Theorie nur heiße Luft oder eine fundierte und brauchbare Möglichkeit der Kommunikation? management & training besuchte einen Workshop in 'Gewaltfreier Kommunikation'.
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Es ist Sonntagmorgen in der Evangelischen Kreuz-Kirchengemeinde in Berlin-Wilmersdorf. Anstelle eines Gottesdienstes zelebriert der Psychologe Dr. Marshall Rosenberg vor gut 100 Teilnehmern seine Show. Weitere Protagonisten dieses unterhaltsamen und lehrreichen Workshops sind zwei Handpuppen mit sehr unterschiedlichem (Sprach-) Verhalten: Der Wolf und die Giraffe.

Die Giraffe ist das Landtier mit dem größten Herzen und dem längsten Hals, sie dient deshalb als Metapher für Liebe und Weitsicht. Die Giraffe kann eine Kommunikationssituation gut einschätzen, ist einfühlsam, handelt und kommuniziert verantwortlich und spricht offen über ihre Gefühle und Bedürfnisse.

Der Wolf dagegen zeigt keine Gefühle, oder nur dann, wenn er manipuliert. Sonst kommandiert, wertet er ab und klagt an; er diagnostiziert andere Menschen und lehnt Verantwortung ab. Doch selbst der Wolf, der seine Seminarkarriere ursprünglich mal als Schakal begann, ist nicht nur böse, sondern im Grunde ganz liebenswert. Er kann sich und seine Bedürfnisse nur nicht adäquat ausdrücken.

Die beiden Handpuppen repräsentieren eine zentrale Grundannahme der 'Gewaltfreien Kommunikation' (GFK): Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen und, so Rosenberg, 'hinter jedem aggressiven Verhalten steckt ein Bedürfnis und jedes Bedürfnis dient dem Leben; insofern gibt es keine negativen Bedürfnisse'. Giraffen sind einfühlsam und freundlich, aber nicht dumpf-nett. Sie opfern sich nicht für andere auf. Das bedeutet, dass sie in Kontakt mit ihrem eigenen Selbst, ihren Gefühlen und Bedürfnissen sind und Verantwortung für diese übernehmen. Aber was sind das für Bedürfnisse?
Autor(en): Bernhard Stelzl
Quelle: management&training 03/04, März 2004, Seite 36-37
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