Management

Karrieremessen

Orte zum Anbandeln

Karrieremessen sind Goldgruben für Personaler. Hier versammeln sich hochkarätige Berufsstarter auf der Suche nach dem anspruchsvollen Job. Für Firmen heißt die Devise: die Wunschkandidaten heraussieben und an sich binden. managerSeminare zeigt, wie verschiedene Unternehmen einzelne Messen nutzen können.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Der Spie¼uß hat sich umgedreht. Auf dem Markt der hochqualifizierten Berwerber kämpfen nicht mehr Berufsstarter um die besten Jobs. Nein: Firmen rangeln sich um Absolventen. Denn top-ausgebildete Nachwuchskräfte, die auch noch das Zeug zum Manager mitbringen, sind ebenso rar wie begehrt. Für Personaler brechen dunkle Zeiten an, meint Thomas Fuchs, Geschäftsführer der Frankfurter Rifu-GmbH.
Er meint, Unternehmen müssten heute kreativer sein, zeitlich früher handeln und tiefer in die Tasche greifen, wenn sie hochqualifizierte Leute für sich festnageln wollen.

Aus dem Recruiting-Problem haben manche Personalberatungen ein Geschäft gemacht: Auf Karrieremessen bringen sie Unternehmen mit ambitionierten Hochschulabsolventen zusammen.

Die German Career Service GmbH, Köln, beispielweise organisiert regelmäßig die dreitägige Kontaktveranstaltung Career Futures. Der Veranstalter selektiert Bewerber gemäß den Wunschprofilen der Unternehmen und kümmert sich um die Terminorganisation für Intensivgespräche. Die Unternehmen zahlen für diesen Service und den Messestand immerhin 30.000 DM. 650 Bewerber und 50 Unternehmen nahmen an der diesjährigen Career Futures teil. Wie auf einer gro¼en Fachmesse geht es auf der Characters zu, dem Kontaktforum der Hamburger Westerwelle & Partner GmbH: 70 Unternehmen nahmen bei der letzten Veranstaltung 1200 Bewerber unter die Lupe.

Hochschulabgänger aller Fachrichtungen sind jedes Jahr in Köln auf der Suche nach Karriereinformation. Da der Veranstalter des Deutschen Absolventenkongresses, der Konstanzer Forum Verlag, keinen Filter vorschiebt, ist der Andrang der Bewerber immens: 12.000 Besucher scharten sich 1999 um 400 Unternehmen aus nahezu allen Branchen.

'Ein solches Massenevent ist in erster Linie für Gro¼unternehmen interessant, die einen permanenten Einstellungsbedarf in allen Abteilungen haben', informiert Ansgar Kinkel, von der Kienbaum Executive Consultants GmbH in Gummersbach. 'Sie finden hier eine gute Plattform für Marketingaktionen und können viele Bewerber auf sich aufmerksam machen', erläutert der Seniorberater High Potentials, der Unternehmen bei der Suche und Auswahl von jungen Talenten unterstützt.

Nicht wenige Arbeitgeber wollen die Berufsstarter aber vom Fleck weg einstellen. Das gilt vor allem für kleine Firmen, weiß Kinkel aus seiner Erfahrung als Recruiting-Experte. Denn für die Kleinunternehmer bedeute die Messebeteiligung einen besonders hohen Aufwand an Ressourcen. 'Firmen, die ad hoc rekrutieren wollen, sind auf eng zugeschnittenen Messen besser aufgehoben', rät er.

Extras:
  • Info-Kasten: Tipps für den Auftritt von Unternehmen auf Karrieremessen.
  • Info-Kasten: Ergebnisse der Kienbaum High Potentials Studie 1999.
  • Marktübersicht: Acht Karrieremessen im Vergleich: Verbreitung, Ausrichtung, Größenordnung, Bewerberselektion, Kosten und Kontaktadressen.
Autor(en): Ulrike Schäfer, Svenja Gloger
Quelle: managerSeminare 40, Januar 2000, Seite 90-101
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben