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Karriereforschung

Dem Partner zuliebe Chef

Bei der Laufbahnplanung haben Personalverantwortliche meist nur eine Person im Blick: den Mitarbeiter. Einer Studie der Universität Hohenheim zufolge ist das ein Fehler. Denn, wie Marion Büttgen, Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmensführung, und Co-Forscher Jan Ullrich herausgefunden haben, werden Mitarbeiter in ihren Karriereentscheidungen stark vom Partner beeinflusst. Die Untersuchung der beiden Forscher beruht auf einer Befragung unter 1.300 Fach- und Führungskräften. Zusätzlich haben sie 200 Lebensgefährten der Angestellten interviewt. Demnach sieht sich ein Mitarbeiter vor allem dann unter Druck, Karriere zu machen, wenn auch sein Partner besonders aufstiegsorientiert ist. Interessanterweise spielt das Geschlecht dabei keine Rolle: Sowohl ehrgeizige Männer als auch Frauen pushen ihre Partnerin bzw. ihren Partner zum Aufstieg. Ein materialistisch orientierter Partner hat eine ähnliche Wirkung. Hier allerdings sind es vor allem die Männer, die sich durch eine materialistisch denkende Partnerin zum beruflichen Aufstieg gedrängt sehen. Der umgekehrte Fall ist seltener. Die Wissenschaftler empfehlen Unternehmen, aus eigenem Interesse zu bedenken, dass Mitarbeiter in ihrem privaten Umfeld Karrieredruck verspüren. Denn dadurch drängt es auch diejenigen auf prestigeträchtige lukrative Führungsposten, die eigentlich gar nicht dorthin gehören. Besser wäre es, ihnen eine Alternative in Gestalt einer attraktiver gestalteten Fachkarriere zu bieten.
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 225, Dezember 2016
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