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Interne Assessment-Center

Verloren - und dann?

“Wir lehnen interne Assessment-Verfahren ab, denn sie machen aus Potenzialträgern Verlierer.” Diese Aussage stammt keinesfalls von einem strikten Gegner der Assessment-Center-Methodik,sondern von einem Personalverantwortlichen. Er ist aufgrund konkreter negativer Erfahrungen zu dem Schluss gekommen,dass das Assessment-Center eine sehr gute Methode für die Absicherung von Auswahlwahlentscheidungen bei externern Bewerbern ist,sie aber intern zur Demotivation von Mitarbeitern führen kann. Wie kommt es dazu?
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Nehmen wir den typischen Fall eines internen Assessment-Centers: Ihr Unternehmen plant, ein Förderprogramm für Nachwuchsführungskräfte zu etablieren. Zielgruppe sind engagierte Potenzialträger, die motiviert sind, mittelfristig Führungsverantwortung zu übernehmen und sowohl über definierte Basiskompetenzen verfügen als auch über das Engagement, ihre Kompetenzen im Rahmen von Fördermaßnahmen auszubauen. Es gilt nun also zunächst, diese Potenzialträger zu identifizieren.

Wie in vielen Unternehmen verläuft Ihr Auswahlverfahren in zwei Stufen: Auf der ersten Stufe sind die Führungskräfte des Unternehmens aufgefordert, im Kreise ihrer Mitarbeiter Potenzialträger herauszufiltern. Um im zweiten Schritt eine Objektivierung der Auswahlentscheidung zu erreichen und den Kreis der Förderprogrammteilnehmer auf die angestrebte Zielgröße zu reduzieren, führen Sie ein internes Assessment-Center durch. Resultat: Von den insgesamt 40 Assessment-Teilnehmern werden 18 in das Programm aufgenommen. Doch was ist mit den restlichen 22, die als Potenzialträger identifiziert worden sind, hervorragende Ergebnisse auf ihrer jetzigen Position erzielen und motiviert sind bis in die Haarspitzen? Haben sie 'verloren'?

Mit 'Nein' kann diese Frage leider nicht so einfach beantwortet werden. Sie wirft vielmehr eine zweite Frage auf. Was bedeutet eigentlich 'Verlieren' im Zusammenhang mit internen Assessment-Centern?
Autor(en): Michael Paschen, Anja Weidemann
Quelle: management&training 11/01, November 2001, Seite 24-27
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