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Übersicht AnsprechpartnerEine offene Innovationskultur fördert Kreativität und bringt oft neue Ideen hervor – kann aber zugleich den Unternehmenserfolg schmälern. Das zeigt eine gemeinsame Studie der IESE Business School und der Judge Business School der Universität Cambridge. Mithilfe eines Simulationsmodells haben die Forschenden untersucht, wie sich kulturelle Dynamiken in Organisationen auf deren Innovationsleistung auswirken – und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Eine frei wachsende Innovationskultur führt auf Dauer zu einem Ungleichgewicht zwischen Ideengebern und Umsetzern, da es bald zu viele kreative Köpfe gibt, die Ideen erzeugen, und zu wenige Praktiker, die sie tatsächlich realisieren. Dieser Umstand kann die Gesamtleistung von Unternehmen langfristig senken.
Ideengeber und Umsetzer – die braucht es laut einer neuen Studie beide gleichermaßen, wenn Unternehmen mit einer offenen Innovationskultur erfolgreich sein wollen.
nugroho dwi hartawan/Pixabay.deDamit dies nicht geschieht, braucht es laut Studie Führungskräfte als steuernde Instanzen. Zwar lasse sich Kultur nicht vollständig kontrollieren, sie könne jedoch gezielt beeinflusst werden – etwa durch Anreize für Zusammenarbeit und gegenseitige Anerkennung. Entscheidend sei, wie die Beiträge von Ideengebern und Umsetzern im Unternehmen bewertet werden. Eine Kultur, in der beide Seiten als gleichwertig gelten und sich gegenseitig Wertschätzung zeigen, bringt laut Studie die besten Ergebnisse hervor. Übermäßige Betonung einer Seite – sei es kreative Freiheit oder Effizienz – dagegen mindert die Innovationskraft und langfristig auch den Erfolg des Unternehmens.
Mehr Infos zur Studie gibt es unter: msmagazin.info/335Innovationskultur
Beitrag von Sarah Lambers aus managerSeminare 335, Februar 2026