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Beifall für die Personalabteilung

HR-Kommunikation

Personalabteilungen leisten häufig viel, doch häufig erfahren nur wenige davon. Um gebührende Anerkennung für ihre Arbeit zu erfahren und damit auch den eigenen Stand im Unternehmen zu verbessern, müssen Personaler ihre Leistungen professionell zu vermarkten wissen. Und zwar sowohl intern gegenüber Mitarbeitern und Führungskräften, als auch extern gegenüber der Presse.

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Köln, im September 2005. Mit langen Schritten erklimmt Sonja Lambert die Bühne auf der Messe Zukunft Personal. Hände werden geschüttelt, ein Blumenstrauß überreicht, dann geht's zum Mikro und direkt ins Thema: Chancengleichheit bei der AOK Hessen. Das gleichnamige Personal-Konzept hat bei dem Wettbewerb 'Personalwirtschaftspreis 2005' den zweiten Platz belegt, und dafür nimmt Lambert nun die Auszeichnung entgegen.

Preisgeld gibt es keines, doch um dieses geht es der Personalerin auch nicht. Viel wichtiger ist: Die Personalarbeit wird in die Öffentlichkeit gerückt. Die Unternehmensvertreterin präsentiert das Personalkonzept bei der Preisverleihung den Besuchern der Fachmesse, die Fachpresse schreibt mit. Sonja Lambert betreibt Marketing-Arbeit für ihr Personalressort.

Während die Vermarktung der Leistungen des eigenen Ressorts für die Personalerin Lambert wie selbstverständlich zu ihrer Arbeit gehört, vernachlässigen viele Personalabteilungen diese Disziplin. Heinz-Josef Botthof kennt die Problematik aus seiner Beratungspraxis: 'Personalabteilungen stellen ihr Licht häufig unter den Scheffel, vermarkten die eigenen Leistungen - wenn überhaupt - nur schlecht.'

Dabei bedürfen gerade die Personalabteilungen eines professionellen Marketings, meint der Berater von Plaut Consulting, München: 'Vielerorts werden die Leistungen der Personalabteilungen stark unterschätzt. Entsprechend schlecht ist ihr Standing im Unternehmen.'

Die Ergebnisse einer Kienbaum-Studie aus dem Jahr 2005 bestätigen Botthofs Einschätzung. Rund 40 Prozent der von Kienbaum befragten HR-Abteilungen in 40 großen und mittelständischen Unternehmen glauben, im Unternehmen einen negativen Ruf zu haben.

Extras:

  • Fünf Verhaltensregeln für den professionellen Umgang mit der Presse
  • Werbeplattform Intranet - So präsentiert sich die Personalabteilung als moderner Dienstleister
  • Service: Kurzbeschreibung eines Buches zum Thema HR-Kommunikation sowie Hinweise auf zwei Veranstaltungen, auf denen gezeigt wird, wie Personaler Aufmerksamkeit für die eigenen Leistungen im Unternehmen gewinnen und wie sie souverän mit Presse und Öffentlichkeit umgehen

Autor(en): Andree Martens
Quelle: managerSeminare 96, März 2006, Seite 40 - 45 , 22686 Zeichen

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