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Künstliche Intelligenz (KI) hält immer stärker Einzug in die Arbeitswelt – und macht auch vor HR-Lösungen nicht halt. Dies wurde bei der diesjährigen Preisverleihung des HR Innovation Award deutlich, die Anfang September zum zehnten Mal im Rahmen der Messe Zukunft Personal Europe stattfand. Rund 80 Unternehmen waren mit ihren innovativen HR-Lösungen ins Rennen gegangen, aus denen eine 13-köpfige Jury in vier Kategorien jeweils einen Gewinner kürte – drei von diesen überzeugten mit KI-gestützen Tools. „KI ist, neben Gamification und mentaler Gesundheit, der Trend, der sich in den diesjährigen Wettbewerbs-Beiträgen am deutlichsten spiegelt“, sagte Simon Werther. Laut dem Juryvorsitzenden ein Zeichen dafür, dass der Einsatz der neuen Technologien auch im HR-Bereich längst keine Zukunftsmusik mehr ist: „KI ist in der HR-Praxis angekommen – von Recruiting- und Matching-Tools über Lernplattformen bis hin zu Analytik-Lösungen für Mitarbeiterzufriedenheit wird sie überall eingesetzt.“ Mit einem KI-basierten Tool, mit dem HR-Abteilungen Karriereseiten selbst erstellen können, wurde das Softwareunternehmen d.vinci HR-Systems in der Kategorie „Recruiting & Attraction“ ausgezeichnet. Hierbei liefert ein KI-Agent Textvorschläge und ein visuelles Layout und sorgt so für eine moderne, talentzentrierte Ansprache der Karriereseiten. Externe (Marketing-) Agenturen oder technisches Kow-how werden laut Anbieter nicht benötigt.
Mit einem selbst entwickelten KI-Coach gewann das Start-up Flowit in der Kategorie „Learning & Development“. Dieser verbindet arbeitspsychologische Erkenntnisse mit datenbasierten Analysen und unterstützt Mitarbeitende und Führungskräfte bei ihren persönlichen Zielsetzungen. Mithilfe regelmäßiger Umfragen werden Stimmung und Engagement im Team erfasst. Die Ergebnisse werden in Dashboards aufbereitet und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt, um die persönliche Entwicklung zu fördern und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.Und auch der Gewinner der Kategorie „Organisational Performance“ setzt auf KI. Mit ihrem Tool „AI Augmented Intelligence Management“ dokumentiert und strukturiert das Startup Omnora Erfahrungswissen von Mitarbeitenden direkt aus Gesprächen und macht es nutzbar – etwa für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Das Tool zielt darauf ab, den Onboarding-Prozess effizienter zu gestalten und die Dauer der Einarbeitung zu reduzieren.
Kein Entwickler einer KI-Lösung, aber dennoch ein Gewinner: In der Kategorie „Corporate Health“ hat sich das Startup Partners Foundation durchgesetzt. Es unterstützt Unternehmen dabei, Mitarbeitenden in persönlichen Notlagen (z.B. Krankheit, Naturkatastrophe, familiärer Druck) schnell und unbürokratisch zu helfen. Dafür richtet es gemeinsam mit den Betrieben Hilfsfonds ein und übernimmt deren Verwaltung.
Beitrag von Janine Dengel aus managerSeminare 331, Oktober 2025