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Globale Studie

Firmen machen Talente fertig

Sind die Deutschen wirklich schlimmer dran als der Rest der Welt? Oder einfach nur empfindlicher? Problembewusster? Darüber lässt uns die aktuelle Global Talent Management & Rewards Study 2012 der Unternehmensberatung Towers Watson im Ungewissen. Doch glaubt man den Aussagen der 1.605 befragten Unternehmen, darunter 36 aus Deutschland, dann ist die Arbeitsbelastung nirgendwo so zermürbend wie hierzulande. Während im globalen Schnitt nur 21 Prozent der Firmen meinen, ihre Mitarbeiter hätten oft keine ausgewogene Work-Life-Balance, sind es in Deutschland 40 Prozent. Während weltweit 48 Prozent bekunden, ihre Belegschaft stünde im Job häufig unter großem Druck, sind es bei uns 57 Prozent. Laut der Studie fühlen sich deutsche Mitarbeiter offensichtlich auch weniger wohl in ihren Betrieben. Jedenfalls würden sie ihre Firma seltener als attraktiven Arbeitgeber empfehlen, als es bei Mitarbeitern in anderen Ländern der Fall ist. Auch geht aus den Daten hervor: Deutsche Firmen haben erheblich mehr Probleme bei der Gewinnung und Bindung von Top Performern, High Potentials und Hochschulabsolventen als ausländische. Womöglich liegt das daran, dass sie die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter verkennen. Darauf zumindest deutet ein Vergleich der Daten aus der aktuellen Erhebung mit den Ergebnissen der vor einiger Zeit erschienenen Towers Watson Global Workforce Study 2012 hin. Während nämlich in der Workforce Study, die die Mitarbeiterperspektive einnimmt, die Sicherheit des Arbeitsplatzes unter den Faktoren, die entscheidend für die Arbeitgeberwahl sind, ganz weit oben rangiert – und zwar auch bei High Potentials –, unterschätzen die Firmen laut der aktuellen Erhebung diesen Aspekt.
Autor(en): (jum)
Quelle: managerSeminare 179, Februar 2013
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