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Global Gender Gap Report

Ungleichbehandlung in der deutschen Wirtschaft steigt wieder an

In Deutschland ist der Unterschied zwischen Chancen für Männer und Frauen in der Wirtschaft so groß wie die vergangenen 13 Jahre nicht mehr. Das geht aus dem diesjährigen Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums hervor, der die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in 146 Ländern beziffert. Für die Langzeitstudie werden Indexe kalkuliert, die zwischen 0 und 1 liegen können. Je höher der Index, desto geringer ist der „Gender Gap“, also die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Als Datenbasis dienen diverse Erhebungen unter anderem der UNESCO oder der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Beim Index, der die Gleichheit wirtschaftlicher Möglichkeiten abbildet, erreicht Deutschland einen Wert von 0,695 – und fällt damit zurück auf das Level des Jahres 2009. Im weltweiten Vergleich bedeutet das den 75. Platz, hinter Ländern wie Uganda oder Vietnam. Dem Subindex liegen Daten wie die allgemeine Erwerbsquote oder die Verteilung von Führungspositionen zugrunde. In Bezug auf Lohngleichheit etwa liegt Deutschland von 146 Ländern auf Platz 105 (0,586). Besonders niedrig ist außerdem die Gleichbehandlung bei der Vergabe von Managerposten oder hohen Beamtenstellen. Hier erreicht Deutschland nur einen Index von 0,391. In der Gesamtwertung des Global Gender Gap Index liegt Deutschland auf dem 10. Platz, was vor allem an hohen Werten bei den Subindexen „Bildung“ und „Politik“ liegt. 

Autor(en): Laura Schwind
Quelle: managerSeminare 297, Dezember 2022
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