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Geschäftsklima in der Consulting-Branche

Berater blicken zuversichtlich in die Zukunft

Während die Firmen zahlreicher Branchen mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise noch immer schwer zu kämpfen haben und die derzeitigen Entwicklungen mit Sorge betrachten, blicken die Unternehmen aus der Consulting-Branche zuversichtlich in die Zukunft. Das ist das Kernergebnis der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter 645 Consulting-Firmen. Die Mehrheit der Unternehmensberatungen aller Größenklassen bezeichnet die eigene aktuelle Geschäftslage als zufriedenstellend oder gut – und prognostiziert auch für die Zukunft vielversprechende Geschäftsaussichten. Entsprechend ist der Geschäftsklima-Indexwert, der im Mai noch bei rund 76 und im Juni bei 84 Punkten lag, im September auf 92 Punkte angestiegen.

Besonders optimistisch sind dabei die Sanierungsberater, die von der wirtschaftlichen Schieflage vieler Unternehmen profitieren, und deren Indexwert im Zeitraum von Juni bis September daher um 22 Punkte auf 43 gestiegen ist. Auch die Restrukturierungsberater machen sich wenig Sorgen um das kommende Geschäftsjahr – aus gutem Grund: „Die umfangreichen Unterstützungspakete der Bundesregierung für Unternehmen in der Krise hatten in den vergangenen Monaten aufschiebende Wirkung. Jetzt gilt die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Firmen wieder und die erwartete Welle von Restrukturierungsprojekten kommt damit ins Rollen“, konstatiert BDU-Präsident Ralf Strehlau.

Etwas verhaltener ist die Stimmung hingegen in Consulting-Firmen mit Schwerpunkt auf Human-Resources-Beratung. Zwar können sie ihre Beratungsleistungen mithilfe virtueller Coaching- und Trainingsformate weiterhin anbieten, doch lässt sich der Kontakt zu den Auftraggebern und deren Mitarbeitenden nicht überall durch digitale Formate ersetzen. Und auch die Personalberater haben derzeit aufgrund der coronabedingten Vorsicht der Unternehmen bei Personaleinstellungen sowie der Zurückhaltung der Kandidaten beim Jobwechsel mit Herausforderungen zu kämpfen. Ihren Optimismus lassen sich viele von ihnen aber nicht nehmen: Immerhin knapp 40 Prozent der Headhunter erwarten günstigere Geschäftsaussichten im nächsten Halbjahr. Inwieweit diese Aussichten letztlich Realität werden, bleibt allerdings abzuwarten, da die Corona-Krise noch längst nicht ausgestanden ist und neue Wendungen – wie etwa die von der Regierung erlassenen Einschränkungen vom 28. Oktober – die Prognosen über die Situation auf dem Arbeitsmarkt erschweren.

Weitere Infos zur Online-Befragung „Geschäftsklima-Befragung Consulting“ gibt es unter www.bdu.de.


Autor(en): Sarah Lambers
Quelle: managerSeminare 273, Dezember 2020
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