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Die tatsächlich Anderen

Generation Y

Uni-Absolventen fragen als Erstes nach einem Sabbatical, High Potentials entpuppen sich als Low Performer, Einsteiger erwarten, dass sich alles um sie dreht – immer mehr Personaler berichten über solche Fälle. Sie klagen: Die sogenannte Generation Y überschätzt sich selbst und hat überzogene Ansprüche. Wie können Unternehmen mit diesem Nachwuchs umgehen?


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Eigentlich hat der Kandidat alles richtig gemacht: Studium an einer guten Hochschule, Auslandssemester, Praktika. Ein Lebenslauf wie aus dem Bewerbungsratgeber. Das Gespräch absolviert der frisch gebackene Master ebenfalls souverän. 'Was möchten Sie denn noch wissen?', erkundigt sich der Personaler zum Abschluss. Er erwartet Fragen zu Aufstiegschancen oder Weiterbildung, doch der Bewerber hat Anderes im Sinn. Ob er denn ein Sabbatical nehmen könne, möchte er wissen, 'am besten rasch.' Sprich: Der junge Mann möchte den neuen Job direkt mit einem längeren Urlaub beginnen.

Ein ungewöhnlicher Fall? Angeblich nicht. Hinter vorgehaltener Hand berichten Personaler von etlichen Kandidaten dieser Art. 'Schon im ersten Gespräch wird gefragt, ob man kurzfristig frei bekommen könne – so etwas wäre früher ein absolutes No-go gewesen', sagt Edmund Mastiaux. Der Personalexperte hilft Firmen dabei, vakante Positionen zu besetzen und die geeigneten Kandidaten auszuwählen. Mastiaux ist seit Jahrzehnten im Geschäft und spürt einen klaren Wandel: Nur noch wenige Bewerber seien davon getrieben, Erfahrungen zu sammeln oder ihre Karriere voranzutreiben, meint der Experte. Viele suchten stattdessen einen möglichst angenehmen Job, Mastiaux: 'Die wollen Party ab Freitagmittag – und ein iPhone dazu.'

Tatsächlich wird der Forderungskatalog junger Absolventen immer länger. In Deutschland erwarten 54 Prozent der Einsteiger, sich ihre Arbeitszeit überwiegend frei einteilen zu können; in den USA sind es nur 8 Prozent. Das ergab eine Umfrage der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers unter 4.271 Absolventen weltweit. Hohe Ansprüche haben Nachwuchskräfte auch, wenn es um Computernutzung am Arbeitsplatz geht: 29 Prozent würden einem Unternehmen absagen, wenn es die Nutzung von sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz verbietet.

Extras:

  • 'Die Millennials kennen nur Sonnenschein': Interview mit dem HR-Experten Charles Donkor von PricewaterhouseCoopers
  • Was Berufseinsteiger von heute erwarten: Die Ergebnisse einer Cisco-Umfrage
  • Linktipps: Die PWC-Studie im Internet sowie Hinweis auf den Cisco World Connected Report

Autor(en): Constantin Gillies
Quelle: managerSeminare 173, August 2012, Seite 62 - 67 , 15676 Zeichen
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