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Führungskräftenachwuchs

Mythos Selbststeuerung

Bei der weltweit operierenden Logistikgruppe, der WM-Group mit Zentrale in Bocholt, wurden die Führungskräfte bisher vom freien Markt rekrutiert. Doch gute Führungskräfte mit umfangreicher Erfahrung sind in dieser Branche rar. Deshalb entschloss sich das Unternehmen, die Führungskräfte im eigenen Haus zu entwickeln. Dazu wurde mit elf jungen, hochqualifizierten Mitarbeitern ein zweijähriges Führungsnachwuchsprogramm aufgebaut.
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Die elf Teilnehmer des Programms sollten in allen führungsrelevanten Themen fit gemacht werden. Sie sollten ihre Führungsfähigkeiten erproben können, um nach zwei Jahren eine verantwortliche Führungsfunktion wahrnehmen zu können. Den Aufstieg in eine entsprechende Funktion hat die WM-Group den Teilnehmern bei erfolgreicher Teilnahme am Programm zugesagt. Das Entwicklungsprogramm bestand aus vier Säulen.

Zu Beginn des Programmes erhielten alle Teilnehmer mit Hilfe einer Potenzial-Analyse eine Standort-Bestimmung. Diese Potenzial-Analyse wurde nach circa 1,5 Jahren wiederholt. So konnten Veränderungen dokumentiert werden. Als Potenzial-Analyse wurde das Power-Potenzial-Profil gewählt.

In insgesamt 13 Workshops beziehungsweise Seminaren wurde mit ausgewählten Themen die persönliche Entwicklung angeregt und das Thema Führung aus unterschiedlichen Blickwinkeln thematisiert. Einige Themen waren: Projektmanagement, Kommunikation, Führung und Team. In diesen Lernworkshops wurden die Lernerfahrungen der Gruppe, deren Praxis-Erfahrungen und die Arbeit an den Projekten aufgegriffen. Ebenso wurde die Gruppe in verfremdete Führungssituationen im Rahmen von Outdoor-Trainings gebracht.

Die Teilnehmer waren für die Realisierung unternehmensbezogener Projekte verantwortlich. Die Erfahrungen während dieser Projektarbeit wurde in das Entwicklungsprogramm integriert. Es stand ein interner Projektberater zur Verfügung. In Workshops konnten die Teilnehmer von ihren Erfahrungen berichten, Projekt-Management-Tools kennen lernen und Schwierigkeiten bearbeiten. Die Zwischenergebnisse der Projekte wurden der Geschäftsführung präsentiert.
Autor(en): Thomas Sundermann, Dieter Kannenberg
Quelle: management&training 07/02, Juli 2002, Seite 24-27
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